zwei gezeichnete Personen vor einem einfarbigen Hintergrund. Text Oversharing Folge 16

Folge 16 - Ausblick und Bundestagswahl

09.12.2024

In dieser Folge sprechen wir über die aktuelle politische Lage und geben einen Ausblick über das, was dieses Jahr mit dem Podcast passieren soll.

Zur Folge

In dieser Episode von Oversharing diskutieren Johannes und Hannah die aktuelle politische Lage in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl. Sie reflektieren über ihre eigenen politischen Ansichten und die Verantwortung, die sie als Podcast-Hosts tragen, um ihre Zuhörer zu informieren und zu mobilisieren. Zudem thematisieren sie die Herausforderungen, die marginalisierte Gruppen in der Gesellschaft erleben, und betonen die Wichtigkeit von Intersektionalität. Abschließend geben sie einen Ausblick auf die zukünftige Ausrichtung des Podcasts und die technischen Verbesserungen, die sie anstreben. In dieser Episode reflektieren Hannah und Johannes über ihre Werte und Ziele für den Podcast, diskutieren gesellschaftliche Herausforderungen und deren Einfluss auf die mentale Gesundheit, teilen persönliche Ziele und die Bedeutung von Selbstfürsorge, und betonen die Wichtigkeit von Öffentlichkeitsarbeit und Community-Austausch.

Takeaways

  • Alles, was öffentlich wirksam ist, ist politisch.
  • Nichts, was wir tun, existiert im luftleeren Raum.
  • Die Rechten wollen, dass die Linken verzweifelt sind.
  • Wir wollen die großen Social-Media-Plattformen verlassen.
  • Setzt euch mit dem, was hier passiert, auseinander. Wir haben uns in den letzten Wochen mit unseren Werten auseinandergesetzt.
  • Gesellschaftliche Herausforderungen beeinflussen die mentale Gesundheit.
  • Resilienz ist ein wichtiges Thema für Menschen mit ADHS.
  • Selbstfürsorge ist entscheidend, um Burnout zu vermeiden.

Transkript Folge 16

Johannes (00:02.772)
Herzlich willkommen bei Oversharing, dem ADHS Podcast mit Johannes und

Hannah (00:08.629)
Hannah, hallo.

Johannes (00:11.974)
Ja, diese Folge ist ein bisschen cursed. Wir nehmen sie jetzt zum zweiten Mal auf, nachdem wir sie einmal ungefähr zur Hälfte abgebrochen haben, weil sie einfach sehr verfehlen wurde und wir keine Struktur hatten. Jetzt haben wir uns zumindest eine kleine Struktur gegeben. gucken, ob das funktioniert.

Hannah (00:30.773)
Ja, und ich glaube auch nicht nur, die war ja nicht nur verwirrend, sondern die war auch einfach, glaube ich, ein bisschen über emotional, weil wir ja schon angekündigt hatten in der letzten Folge, dass wir in dieser Folge ein bisschen einen Ausblick ins Jahr gestalten wollten. Und der ist zurzeit einfach nicht so rosig. Ja.

Johannes (00:53.192)
Nein, genau. Das wird eine sehr politische Folge. Ich meine, wir sind beides politische Menschen, aber wir haben jetzt im Podcast noch nicht so extrem viel über Politik diskutiert, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass wir sehr ähnliche politische Einschätzungen haben. Aber wir wollten gerade die aktuelle Situation doch einmal nutzen, mit der eingeschränkten Reichweite, die wir haben, aber trotzdem ja...

Statement abzugeben und halt auch zu sagen, wo wir da stehen. Und deswegen werden wir jetzt zumindest teilt, da folge halt auch über Politik und die anstehende Bundestagswahl sprechen. Ich denke, wisst alle, in zweieinhalb Wochen ist Bundestagswahl. Seitdem die Wahl, seitdem die Koalition zerbrochen ist, ist irgendwie einiges passiert. Wir haben herausgefunden, dass die FDP eigentlich seit drei Jahren die Bundesregierung sabotiert hat. Hat jetzt auch keinen wirklich überrascht. Wir haben herausgefunden,

dass Friedrich Merz

nicht so gut darin ist, Versprechen einzuhalten, die er noch letztes Jahr getroffen hat, dann dieses Jahr gemeinsame Sache mit der AfD zu machen. Wir haben festgestellt, dass auch die FDP sich nicht zu schade ist, gemeinsame Sachen mit der FDP zu machen. deswegen, ja, was habe ich gerade gesagt?

Hannah (02:19.957)
Die AfD, richtig? Die FDP mit der FDP.

Johannes (02:22.815)
dass die FDP mit der FDP, ja, die FDP mit der FDP, ist manchmal auch ein Problem, schlimm genug, ja, dass die FDP mit der FDP zusammenarbeitet, aber dass die FDP mit der AfD zusammenarbeitet oder zumindest gemeinsame Abstimmung mit der AfD zusammen durchführt. Genau. Wir wollten ursprünglich mal uns so ein bisschen auch durch die Wahlprogramme der jeweiligen Parteien wälzen, sind aber zu dem Entschluss gekommen, dass das

Hannah (02:26.491)
Schlimm genug.

Johannes (02:48.942)
vielleicht dafür nicht der richtige Podcast ist. Und gleichzeitig sind, also zumindest bin ich auch nur bei zwei Parteien gelandet, die ich überhaupt wählen könnte. Das sind auf der einen Seite die Grünen und auf der anderen Seite die Linkspartei. Weil wie CDU, AfD und FDP hier vorgehen, muss ich glaube ich überhaupt nicht kommentieren. Das hat schon 1933 nicht funktioniert und das wird hoffentlich dieses Mal auch nicht funktionieren.

Und naja, BSW habe ich meine ganz eigene Meinung. Und wenn ich der Meinung wäre, sollten dieses Land Putin in die Hände geben, dann könnte man die wählen. Ansonsten sollte man das vielleicht besser lassen.

Hannah (03:33.499)
Wichtig ist natürlich einmal zu sagen, wir sind keine Politik-ExpertInnen. Wir informieren uns natürlich und einfach, ja, wachen irgendwie darüber, was wir so konsumieren und wie wir uns informieren und möchten natürlich hier keine Wahlempfehlungen ausschreiben. Und nichtsdestotrotz war es uns irgendwie wichtig, nichts zu sagen und trotzdem zu zeigen, dass uns die allgemeine politische und gesamtgesellschaftliche Lage

sehr beschäftigt und auch ein Grund dafür ist, dass es momentan so still uns ist, weil wir einfach viel uns darüber Gedanken machen, wie es hier in diesem Land weitergeht und generell auf der Welt. Und als wir darüber gesprochen haben, dass wir eine Ausblickfolge machen wollen für dieses Jahr, waren wir uns einfach einig, das geht nicht, ohne auch über Politik zu sprechen, denn das ist einfach ja gerade ein sehr allgegenwärtiges und überpräsentes Thema.

und auch eins, was bei vielen, vielen Menschen mit sehr viel Sorge zusammenkommt und das meiner Meinung nach auch zu Recht. Deswegen glaube ich, jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo spätestens wir alle einfach unsere Stimme nutzen müssen und die Reichweite, die man hat als Einzelperson, aber nun wir auch als Podcast irgendwie nutzen müssen, uns klar zu positionieren.

Und auch wenn wir, wie gesagt, keine ExpertInnen sind, gibt es diese ExpertInnen und deswegen haben Johannes und ich uns dafür entschieden, dass wir nicht die Parteiprogramme durchgehen, aber euch Portale verlinken, wo ihr euch selber mit einem leichteren Zugang auch informieren könnt.

Johannes (05:14.433)
Genau, da gibt es diverse Möglichkeiten, Wahl-O-MAT, Reall-O-MAT und andere Seiten, halt die Wahlprogramme zusammenfassen, die teilweise auch auszugegeben. Ich denke, es ist relativ unrealistisch, alle Wahlprogramme, selbst die der aktuell sich im Bundestag befindenden Parteien so ausführlich zu lesen, dass man sie wirklich verinnerlicht hat. Aber es ist...

glaube ich schon sinnvoll zu gucken welche Schwerpunkte man setzt, Ahnung, Außenpolitik, Gesundheitspolitik oder so und zumindest da mal rein zu gucken, zu schauen was die Parteien da so fordern. Ich muss aber halt auch sagen, dass ich schon sehr erschüttert bin, was die letzten Wochen passiert ist und ich war letzte Woche auf der Straße, ich werde auch die nächsten Wochen auf die Straße gehen und ich hoffe einfach, dass

ihr alle, die jetzt hier zuhört, selbst wenn ihr bislang noch nicht gewählt habt oder eine der vorher drei genannten Parteien wählt, zumindest für euch reflektiert, ob das denn noch die Wahlentscheidung ist. Nicht wählen ist auch eine Wahlentscheidung, ob das die Wahlentscheidung ist, die ihr weiterhin treffen wollt.

Hannah (06:24.145)
Und vielleicht auch noch mal ein kleiner Hinweis, wenn ihr jetzt uns gerade zuhört und das Gefühl habt, ihr müsstet uns jetzt eine Nachricht oder einen Kommentar schreiben mit, warum muss jetzt gerade alles politisch sein und das ist sicher kein Politikpodcast, bleibt doch bitte bei dem, was ihr vorher gemacht habt, da möchte ich euch herzlich dazu einladen, das nicht zu tun. Denn ich möchte einfach nur kurz darauf hinweisen, dass alles, was öffentlich wirksam ist, immer politisch ist und auch alles, was ihr so macht, auch immer eine politische Auswirkung hat.

Wenn ihr einkaufen geht, ist das auch politisch. Wenn ihr euch dafür entscheidet, zum Beispiel kein Fleisch zu konsumieren, ist das politisch. Wenn ihr nicht wählen geht, dann ist das politisch. Wir sind einfach, also nichts, was wir tun, existiert im luftleeren Raum. Und Johannes und ich haben uns ganz bewusst dafür entschieden, diese Folge so zu starten. wer bisher vielleicht beim Zuhören unserer Podcasts noch nicht die Idee hatte, dass wir politisch engagierte Menschen sind, der hat eventuell nicht gut zugehört. Deswegen

Solche Nachrichten braucht ihr uns nicht zu senden. Das hört sich jetzt bisschen hart an, aber mir ist es wichtig zu sagen, dass auch wenn wir einen anderen Schwerpunkt haben, das trotzdem nicht egal für uns ist und dass wir uns da ganz klar positionieren wollen.

Johannes (07:39.406)
Genau, und da noch einen draufzusetzen, wenn wir jetzt schon über politische Einstellungen und Parteien sprechen, gerade, ich gehe mal davon aus, die meisten der Menschen, hier uns zugehören, entweder selbst ADHS haben oder zumindest Angehörige mit ADHS haben und

mal so ein bisschen zu schauen, was denn die Parteien so vorhaben. Ich möchte jetzt nicht durch Wahlprogramme durchgehen, aber es gab CDU-Abgeordnete, die gefordert haben, ein Register für Menschen mit psychischen Erkrankungen einzurichten. Was es schon mal gab, irgendwann zwischen 1933 und 1945 des letzten Jahrhunderts, in Reaktion auf das Attentat in Magdeburg. Und ich würde auch der AfD ähnliche Forderungen zutrauen.

Und wir sind, glaube ich, gerade an einem Scheidepunkt, wo die in letzten Jahren zunehmend bessere öffentliche Wahrnehmung von Menschen mit psychiatrischer Erkrankung, aber halt auch, ja, ADHS und Autismus, die ja in den letzten Jahren deutlich besser geworden ist. sind jetzt aber gerade an einem Scheidepunkt, wo sich das auch ganz schnell wieder ins Gegenteil verkehren kann.

Und ich warne einfach davor, sich ganz entspannt zurückzulehnen und zu sagen, ach, wird schon alles. Weil wenn ich mir gerade angucke, was in den USA passiert, nein, wird schon alles nicht. Und ja, ich glaube, damit bin ich auch mit Politik durch.

Hannah (09:19.941)
würde gerne noch zwei Sätze irgendwie sagen, nämlich einmal noch mal zu dem, was ich gerade gesagt habe, dass alles irgendwie auch politisch ist. Was ich damit auch unter anderem meine, ist, natürlich auch, wenn ihr uns zuhört, wie Johannes gesagt hat, habt ihr wahrscheinlich einen Bezug. Das heißt, ihr gehört eventuell auch zu einer marginalisierten Gruppe und diese marginalisierten Gruppen sind ja nicht nur psychisch erkrankte Menschen, auch Armut oder geflüchtete Menschen. Das gehört alles zur Marginalisierung auch.

Die Queere Community, auch Frauen, all das und viele Menschen haben ja nicht nur eine Box, die sie da ticken, sondern viele. der Umgang damit, das ist einfach politisch. Und das möchte ich einfach auch nochmal ganz kurz sagen, weil ich es einfach wichtig finde, darüber mal nachzudenken.

Johannes (10:08.698)
Thema Intersektionalität haben wir hier durchaus ja auch schon mal angesprochen, halt verschiedene Behinderungen, verschiedene Maginalisierung, Entschuldigung, verschiedene Maginalisierung ja durchaus auch sich gegenseitig verstärken können. das wird sicherlich nicht besser mit Parteien an der Macht, die da überhaupt kein Händchen für haben oder auch explizit nicht haben wollen oder die sich da sogar gegen Maginalisierte Gruppen.

Hannah (10:20.821)
Richtig.

Johannes (10:36.718)
und mir ist es einfach wichtig, dass ihr für euch reflektiert, was ihr mit eurer Wahlentscheidung bewirken wollt und entsprechend wählt. Und wenn das dann eine der Parteien ist, die sich nicht im linken Spektrum befinden, dann ist das so, dann kann ich das nicht ändern, aber dann solltet ihr vielleicht überlegen, ob ihr hier beim richtigen Podcast seid. Aber das ist ein anderes Thema.

Hannah (11:04.053)
Mein letzter Satz zu diesem Thema wäre einfach nur nochmal ein bisschen was Versöhnlicheres zu dem, was ich eben gerade gesagt habe. Nicht inhaltlich versöhnlicher, aber auch nochmal ein wichtiger Gedanke, finde ich, nicht alle von uns können gleich aktivistisch sein. Also wenn ich dazu aufrufe, politisch zu handeln, dann meine ich damit nicht, dass alle auf die Straße gehen müssen oder dass alle den gleichen Effort reinstecken müssen oder dass ich erwarte, dass alle nur noch

politischen Aktivismus betreiben und nichts anderes mehr, sondern was ich damit meine ist, setzt euch mit dem, was hier passiert, auseinander in dem Rahmen, in dem es für euch möglich ist. Also auch Pausen sind wichtig. Und das merke ich hier jeden Tag auch in meiner Arbeit. Ich habe sehr viele Menschen hier, die politisch sehr aktiv sind. Ihr müsst auch Pausen machen, dann weiter für die Dinge kämpfen zu können, die euch wichtig sind. Das heißt auch mal kurz einen Abstand zu irgendwelchen Medien oder sowas.

Das ist völlig in Ordnung. Das darf man auch machen. Und ich glaube, man muss es teilweise auch machen, weiterhin auch handlungsfähig zu bleiben. Das war mir auch nochmal wichtig. Es geht mir nicht darum, eine Erwartungshaltung oder einen Druck aufzubauen, was jetzt alles passieren muss. Jeder von uns, jeder von uns sollte in dem Rahmen sich aktiv zeigen, indem es einfach möglich ist. Punkt.

Johannes (12:20.273)
Ja, und ich möchte noch mal vielleicht eine Empfehlung aussprechen, hört unsere Folge zum Pacing nochmal, weil gerade auch politisches Engagement kann sehr sehr schnell zu einer Form von Burnout führen und auch da muss man aufeinander aufpassen. Ich war zehn Jahre lang sehr politisch aktiv, bis ich beinahe Burnout bekommen hätte oder wirklich sehr knapp dran vorbei geschrabt bin. Vielleicht auch nicht so knapp. Und

Es ist wirklich wichtig, dass ihr da auf euch aufpasst und dass ihr euch auch von diesem Gefühl der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit, das jetzt gerade vorher nicht überwältigen lässt. Das ist gerade das, was die Rechten wollen. Die Rechten wollen, dass die Linken verzweifelt sind, dass die ausbrennen, dass sie ihr Engagement einstellen und tut das, was ihr könnt, aber lasst euch nicht verbrennen.

Hannah (13:16.485)
Genau. Und ich würde sagen, bevor wir uns hier noch in weiteren Spiralen zu diesem Thema verlieren, machen wir hier mal einen Punkt und machen tatsächlich mal mit einem Ausblick weiter, der mehr mit uns als Podcast-Woo sozusagen zu tun hat.

Johannes (13:35.054)
Ja, wie ihr sicherlich mitbekommen habt, hatten wir durchaus längere Pause, wobei die Pause jetzt weniger mit dieser Folge zu tun hat, sondern mehr mit technischen Problemen und Zeitproblemen und Ähnlichem. Aber wir wollten ursprünglich mal eine Was will ich denn in 2025 erreichen Folge machen. Das ist sie jetzt auch, nur dass 2025 bereits zu 10 Prozent ungefähr vorbei ist. Vor allem, ich diese Folge höre. Aber gut.

Ich glaube, wir hatten ja letztes Jahr einen Rückblick, aber vielleicht noch mal ganz kurz. Ich glaube, das letzte Jahr war für den Podcast richtig gut. Das unser erstes Jahr. Wir waren, was Feedback anging, was ganz viele Dinge anging, sehr erfolgreich. Aber wir können sicherlich noch besser werden. Und ein Punkt, wo wir sicherlich besser werden wollen, ist die Soundqualität. Da hatte Hanna wohl die letzten Monate einiges an Feedback zu bekommen. Ich auch immer wieder mal.

Und das ist tatsächlich etwas, wo wir relativ stark daran arbeiten wollen, dass der Sound besser wird. Sicherlich auch gerade bei MLS Podcast besser, konzentriert beim Podcast zu bleiben, wenn der Sound vernünftig ist. Und das ist ein Schwerpunkt, den wir dieses Jahr auf jeden Fall setzen werden.

Hannah (14:55.413)
Genau. Und jetzt waren wir ja natürlich gerade nicht so regelmäßig. Johannes hat schon bisschen gesagt, hatten hier echt viele Schwierigkeiten mit dem Internet, mit dem Bohrgeräuschen, mit Zeiten und ehrlicherweise auch mentalen Kapazitäten teilweise. Und das soll sich natürlich auch wieder ändern in diesem Jahr, dass auch wieder regelmäßig Folgen kommen. Und da sind wir gerade fleißig dran.

Und wir haben uns auch überlegt, dass wir vielleicht mal so bisschen erzählen, was wir uns ausgedacht haben, worum es so gehen kann. Und wenn ihr jetzt gerade so ein kleines Geräusch hört, dann bin ich das, weil ich gerade mal das Dokument öffne, in dem wir das festgehalten haben.

Johannes (15:37.77)
Ja, während du das Dokument öffnest, haben wir uns ja auch noch einige andere Sachen vorgenommen. Und zwar wollen wir, so gut es geht, die großen Social-Media-Plattformen, die, sagen wir mal, von der neu aufkommenen US-amerikanischen Oligarchie beherrscht werden, verlassen oder zumindest verringern. Das heißt, wir werden zumindest zeitnah eine Alternative zu Instagram suchen. Das heißt nicht, dass wir von Instagram und von weg sind, aber wir werden gucken, dass wir da

zumindest einen Alternativkanal zu aufbauen. Wir haben beide Blue Sky Profile und es wird auch zeitnah ein Podcast Blue Sky Profil geben. Und tatsächlich etwas, wo ich schon länger mit liebäugle, wo ich mich jetzt mal mehr mit beschäftigen muss, wenn ich mal ein freies Wochenende habe, ist tatsächlich der Aufbau einer Discord Community, damit die ganzen Leute, diesen Podcast hören, auch zusammenkommen und sich beispielsweise in Folge austauschen.

Hannah (16:34.357)
Genau, wir haben bisschen Lust, mehr Community-Arbeit auch zu machen, beziehungsweise Johannes wird da ein bisschen mehr den Hut aufhaben als ich. Und wie Johannes schon gesagt hat, wir versuchen einfach bisschen Alternativen zu finden. Und wenn ihr jetzt gerade hört, was wir vorhaben und denkt, warum sollte man von Instagram weggehen, dann sagt uns das doch und wir sagen vielleicht noch mal ein, zwei Sachen zu. Heute wird es bisschen den Rahmen sprengen, aber

Grundsätzlich kann man da ja auch auf jeden Fall noch drüber sprechen. Wir haben uns einfach in den letzten Wochen, würde ich mal behaupten, sehr, viel mit noch mal unseren Werten auseinandergesetzt und sind einfach da dazu gekommen, dass wir, wenn wir bei uns bleiben wollen, einfach jetzt gewisse Schritte in die Wege leiten müssten. Genau. Was haben wir uns noch vorgenommen, Johannes? Sollen wir mal bisschen inhaltlich werden?

Johannes (17:33.133)
Du meinst, wir uns an Folgen vorgenommen haben oder... Ja, sehr gerne. Du hast das Dokument doch gerade aufgemacht.

Hannah (17:37.077)
Mhm.

Hannah (17:40.885)
Genau, ich hab's grad aufgemacht und da sind natürlich auch die ganzen anderen Sachen, die du jetzt schon angeteasert hast sozusagen drin. Aber was wir auf jeden Fall uns vorgenommen haben, ist, dass wir gerne mal über das Thema ADHS und Sexualität sprechen wollen und dazu auch gerne Guest-Innen einladen wollen. Wir haben auch schon so eine kleine Idee, wer das sein könnte, wenn ihr jetzt aber das Gefühl habt so...

ihr habt die perfekte Person dafür am Start, dann lasst es uns gerne wissen. können wir da ja auch nochmal von unseren Ideen abweichen.

Johannes (18:14.195)
Auch wenn ihr glaubt, ihr seid selbst die perfekte Person dafür.

Hannah (18:16.769)
Absolut. Absolut. Und so geht es auch mit den anderen Themen. Wenn ihr das Gefühl habt, so dazu könnte ich was sagen oder dazu kenne ich jemanden, der dazu was sagen kann, dann meldet euch gerne und wir hören zu. Wir haben da Lust drauf, in die Vernetzung und in den Austausch zu kommen. Genau. Wir würden nämlich, wie gesagt, gerne was zur Sexualität und ADHS machen. Also da gibt es ja verschiedene Takes, über die man sprechen könnte und

Wir wollen da mal bisschen hingucken, aber auch in der Kombination, was macht es eigentlich in Beziehungen aus? Also ein weiteres Thema, das schon ganz lange auf unserer Liste steht, ja auch ADHS in und mit Beziehungen. Da war so bisschen der Struggle in der Vergangenheit, wie viel Privates wollen wir eigentlich teilen? Also wie finden unsere PartnerInnen das eigentlich, wenn wir hier so öffentlich über unsere eigenen Erfahrungen sprechen? Und haben überlegt, dass wir dazu vielleicht auch

ganz gerne Gäste in einen Laden, die freiwillig entscheiden, was sie so teilen wollen und dass sie das teilen wollen. Und vielleicht ist es auch ganz gewinnbringend, wenn man noch mal ein paar andere Perspektiven hört, außer immer unsere. Genau, dann haben wir gedacht, und das steht auch tatsächlich schon seit bestimmt einem Dreivierteljahr auf unserer Liste, würde ich sagen, dass wir gerne auch noch mal über das Thema Post-Covid bzw. Long-Covid in Kombination mit ADHS gibt. Auch da gibt es ja mittlerweile

viele Untersuchungen zu, es da Korrelationen geben könnte und auch noch mal ein bisschen die Idee, wie lebt sich das eigentlich? Denn es sind ja durchaus auch Symptome, die sich gegenseitig noch mal verstärken können. Und wir haben gedacht, das wäre ein sehr interessantes Thema, da noch mal genauer hinzugucken.

Hannah (20:01.063)
Und dann tatsächlich, Johannes, sehe ich, dass wir uns vorgenommen haben, gesellschaftliche Herausforderungen zu sprechen. Also ein sehr kleiner Ansatz und sehr bescheiden, was wir uns hier vorgenommen haben.

Johannes (20:14.899)
kriegen wir auch in einer 25-Minuten-Folge definitiv unter.

Hannah (20:17.813)
Ja, genau. Aber dass wir tatsächlich das, was wir heute so bisschen gemacht haben, auch noch mal bisschen bezogener auf die mentale Gesundheit machen wollten, nämlich wie beeinflusst eigentlich gerade zum Beispiel das Weltklima und das, was alles gerade so passiert, also all diese ganzen Krisen und das, was täglich aber auch vor der eigenen Haustür passiert, wie beeinflusst das eigentlich die mentale Gesundheit und vielleicht da auch noch mal den Link, was hat das eigentlich damit zu tun, wie es mir geht und gerade mit

einer schon existierenden psychischen Diagnose, was macht das so mit mir? Und wie kann ich damit umgehen? Da haben wir nämlich quasi die Brücke zu einer weiteren Folge, die wir überlegt haben, mal ein bisschen über Resilienz zu sprechen. Also wie kann ich gut mit Krisen und mit diesem Ganzen, was gerade los ist, umgehen? Weil wir bemerkt haben, dass uns das gerade auch nicht so leicht fällt.

Johannes (21:17.607)
Ja, und das ist natürlich auch gerade ein Thema, was mit ADHS allgemein immer ein Problem ist. Resilienz ist, ich kenne das, das ist gerade auch wenn ich meine Freunde, meine Freundeskreise an, die ADHS haben, da ist Resilienz irgendwie überall ein Thema. Von daher sicherlich eine wichtige Folge.

Hannah (21:40.437)
Genau. Und wir haben ja auch immer noch die Liste, die auch für euch alle immer irgendwie zugreifbar ist, wo ihr gerne eure Wünsche auch hinschreiben sollt. Könnt, dürft, sollt aber auch. Wo wir auch noch den Plan haben oder die Idee hatten, über auch ADHS und Schlaf zu sprechen, weil das auch immer wieder gewünscht worden ist. Und warum wir das noch nicht getan haben, ist, weil manche Folgen ein bisschen mehr Recherche brauchen als andere.

Und bei einigen ist unser Expert in den Wissen schon so ausgeprägt, dass wir relativ wenig Vorrecherche leisten müssen. Die sind natürlich leichter für uns als die, wo wir nochmal richtig auch wissenschaftliches Arbeiten machen müssen. Das wollen wir natürlich auch gerne tun, aber je nachdem, wie viel Kapazitäten Johannes und ich so haben, müssen manche Themen deswegen ein bisschen länger warten, weil wir ja diesen Podcast in unserer Freizeit quasi produzieren und damit kein Geld machen und deswegen

Manche Dinge manchmal ein bisschen mehr im Vordergrund stehen.

Johannes (22:43.102)
wäre es eigentlich. Ja, genau. Ein Thema, über das wir zumindest heute noch ganz kurz sprechen wollten, wenn ich es richtig im Kopf habe, ist auch, was wir denn eigentlich privat so dieses Jahr uns noch vorgenommen haben. Gibt es da irgendwas, was du dir vorgenommen hast?

Hannah (23:04.38)
Ja, so semi-privat würde ich sagen. mein echt fast oberstes Ziel dieses Jahr ist Urlaub. Und ein bisschen besser darauf zu achten, dass ich nicht so 24-7 durchhasse. Das letzte Jahr war da so ein bisschen ein schlechtes Beispiel für, wie man es so machen sollte. Und dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mehr frei zu nehmen und mehr auch mal so halbe oder ganze Tage unter der Woche zu blocken, um auch mal nichts zu tun.

weil ich tatsächlich momentan sehr lange Arbeitstage habe und der Bedarf von meinem Klientel gerade relativ hoch ist und ich viel, viel hier arbeite und auch noch viel mehr arbeiten könnte. Und weil ich natürlich auch einfach jemand bin, richtig Bock hat auf total viele verschiedene Projekte und dann auch bei vielen Projekten letztes Jahr eingestiegen bin, habe ich natürlich auch noch andere Verpflichtungen. mein Ziel ist dieses Jahr, da bisschen besser darauf zu achten.

auch mal nichts zu machen. Und ich weiß eilicherweise nicht, wie öffentlich ich das schon machen darf, aber es gibt noch ein total cooles neues Projekt, was auch mit ADHS zu tun hat, was im Laufe dieses Jahres passiert. Und das ist jeden Fall ein Ziel, werdet ihr dann ja sehen. Das ist richtig Influencer in Vibe hier, werdet ihr dann sehen. Ich werde es dann teilen. Du kennst das Projekt noch nicht.

Johannes (24:27.544)
Ich habe Projektion.

Hannah (24:31.505)
Aber dir kann ich es nachher sagen. Genau, also mehr Urlaub und nicht den Mut verlieren, glaube ich, auch eins meiner privaten Ziele tatsächlich.

Johannes (24:43.054)
viel Erfolg dabei. Brauchen wir glaube ich alle. Ja bei mir geht es ein bisschen in eine ähnliche Richtung. Also zum einen Urlaub ist echt ein Thema. Ich habe das letzte Jahr über meinen ganzen Urlaub ins zweite Quartal in zweiter Halbjahr gepackt und auch eher ans Ende als an den Anfang. Gerade auch Jobwechsel und ich wollte jetzt in der Probezeit nicht so viel Urlaub nehmen, aber das war keine gute Idee. Leider sind jetzt meine beiden

großen Urlaub, den ich jetzt geplant habe, auch im September und November. Aber gut, ich werde gucken, dass ich noch im Mai irgendwas machen werde. Also Urlaub, wichtiges Thema. Bei mir ist es tatsächlich ganz großes Thema ist Healthcare. Also dass ich die Zeit, die ich dann habe, die ich dann auch frei habe, auch besser nutze. Ein Hobby, das ich früher sehr intensiv hatte, was ich aber halt schon lange echt vernachlässigt habe, ist Lesen. Und ich habe mir echt vorgenommen, dieses Jahr

mehr zu lesen und auch, ja, also sowohl qualitativ als auch quantitativ mehr zu lesen. bis jetzt klappt das tatsächlich ganz gut. Ich habe dieses Jahr jetzt schon mehr Bücher gelesen als dieses Jahr. Und das liegt nicht nur daran, dass davon eine Novelle war. Und das ist, ich, etwas, wo ich auch tatsächlich merke, dass mir das hilft. Aber das ist ja einfach etwas, was ich halt wirklich weitertreiben muss und allgemein gesünder leben. Ich glaube...

Ich habe die letzten Jahre relativ ungesund gelebt, gerade seit ich aufgehört habe wieder Sport zu machen, weil mir meine Gympartnerin ein bisschen abhandengekommen ist. Aber das ist, glaube ich, etwas, ich nächstes Jahr oder dieses Jahr mehr drauf achten möchte. Und dann habe ich noch ein vielleicht größeres Zeitprojekt, wo ich gerade überlege, ob das irgendwie machbar ist. Aber da möchte ich, glaube ich, öffentlich noch nichts zu sagen, weil...

dann verhexe ich das und das ist etwas, ich eher nur im mindestens Freundeskreis Kanto berühde, aber wenn es soweit ist, werde ich definitiv davon erfahren.

Hannah (26:46.129)
Spannend, wir sind so richtig geheimnisgremerinnen. Was mir gerade noch eingefallen ist, was ich auch tatsächlich noch gerne teilen würde, ist, ich habe dieses Jahr schon etliche Einladerungen als Speakerin bzw. als Referentin für so Schulungen bekommen, für z.B. Unternehmen oder auch Sozialer Träger. Und das worauf ich mich sehr freue dieses Jahr, dass ich in Unternehmen und Einrichtungen

sprechen kann zum Thema ADHS und Sensibilisierung im Arbeitsbereich und solche Dinge. Und da habe ich richtig Bock drauf, weil ich das auch total schön finde, zwischendurch mal auch solche Dinge zu machen und auch Aufklärungsarbeit an Orten zu machen, wo es tatsächlich ja auch irgendwie nochmal vielleicht anders wirkt, wenn ich mit Führungskräften da zur Schulung mache, wie sie mit Mitarbeitenden umgehen können und wie auch Arbeitsbereiche gestaltet werden können.

Da freue ich mich sehr drauf.

Johannes (27:48.062)
Sehr schön, das freut mich. Vielleicht kann ich ja auch mal zuhören, wenn da irgendwas so öffentlich wird. Schauen wir mal. Ja, also ich glaube, es zusammenzufassen, Podcast lebt. Wir haben definitiv einige Themen für dieses Jahr. Möchten auch ein bisschen mehr in die Öffentlichkeitsarbeit gehen, gerade für den Podcast oder in die Communityarbeit gehen für den Podcast. ja, privat haben wir auch einiges.

Wir ignorieren die, nein ignorieren Tuvi die Politik nicht, aber wir versuchen trotz der politischen Lage irgendwie unser Leben so schön zu gestalten, wie es halt möglich ist.

Hannah (28:28.341)
Ja, ich glaube, das wird in dieser Folge ja auch ziemlich klar. Das Ignorieren, dass man das so nicht nennen kann.

Johannes (28:36.935)
Nein, nein, ich versuche es zu verdrängen. ist das besser. Aber gut. Ja. Äh, äh, ich, ja.

Hannah (28:43.194)
eine Co-Existenz finden, glaube ich.

Hannah (28:50.825)
Vielleicht beenden wir die Folge einfach hier jetzt, damit wir wieder in irgendwelche Spiralen einsteigen, in die wir uns beide ja richtig gut begeben können, was diese Themen angeht. Von daher freue ich mich. Ja.

Johannes (29:03.753)
Die nächste Folge wird positiver.

Hannah (29:06.157)
Genau. Was genau es wird, das können wir noch nicht sagen, weil wir noch nicht entschieden haben, womit wir weitermachen bzw. wie schnell wir auch Leute kriegen, die wir einladen können. Wenn ihr Themenwünsche habt, dann lasst sie uns gerne wissen. Und auch wenn ihr sonst irgendwas zu dieser Folge zu sagen habt, außer dem, was ich schon ausgeschlossen habe, dann meldet euch auch gerne bei uns. Wir haben Lust auf Austausch. Das ist vielleicht auch ein Ziel dieses Jahr. Mehr Austausch mit euch.

Johannes (29:15.766)
Hallo!

Johannes (29:28.173)
Ja, das...

ja, mehr Austausch finde ich gut. Bis dann!

Hannah (29:35.121)
Und bis dahin bleibt stark und mutig und laut, würde ich sagen. Bis bald. Tschüss.

Johannes (29:39.782)
Ja, tschüss!