Ein zweigeiltes Sofa. Text: Oversharing mit Sarah - Interview mit Buchischnubbel

Folge 15 - Pacing bei ADHS

09.12.2024

In dieser Folge sprechen wir über die Methode Pacing und wie sie auch bei ADHS eingesetzt werden kann.

Zur Folge

Wichtig Wir gehen in dieser Folge auf die Methode des Pacings ein, ganz klar mit dem Fokus auf den Einsatz für ADHS Betroffene, nicht im Umgang mit chronischen Erkrankungen.

Takeaways

  • Pacing ist eine Strategie zur Energieeinteilung.
  • Neurodivergente Menschen können von Pacing besonders profitieren.
  • Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu erkennen.
  • Apps können helfen, den Energiehaushalt zu tracken.
  • Schöne Ereignisse können auch anstrengend sein.
  • FOMO kann das Pacing negativ beeinflussen.
  • Regelmäßige Pausen sind entscheidend für das Pacing.
  • Pacing erfordert Planung und Selbstbeobachtung.
  • Energie aufbauen kann sowohl im Kleinen als auch im Großen geschehen.
  • Individuelle Anpassungen sind beim Pacing wichtig. ADHS erfordert ein Bewusstsein für Energiegrenzen.
  • Selbstkontrolle ist entscheidend, um Überlastung zu vermeiden.
  • Burnout-Risiko ist bei ADHS höher, daher ist Vorsicht geboten.
  • Pausen sollten als notwendige Bestandteile des Alltags betrachtet werden.
  • Freundschaften müssen priorisiert werden, um Energie zu sparen.
  • Hobbys sollten in den Alltag integriert werden, ohne zu überfordern.
  • Reflexion über den eigenen Energiehaushalt ist wichtig.
  • Methoden zur Selbstorganisation sollten regelmäßig überprüft werden.
  • Es ist in Ordnung, nicht alles mitnehmen zu können.
  • Individuelle Strategien sind entscheidend für das persönliche Wohlbefinden.

Transkript Folge 15

Johannes (00:01.806)
Hallo und herzlich willkommen bei Oversharing, dem ADHS Podcast mit Johannes und

Professional.oversharing (00:07.934)
Hanna, hallo, herzlich willkommen.

Johannes (00:11.118)
Ja, heute sind wir wieder komplett. Deswegen bin ich auch wieder dabei. Beim letzten Mal hatten wir die Folge schon geplant und dann ist mir aufgefallen, dass ich da eine berufliche Konferenz habe. Deswegen konnte ich leider nicht dabei sein. Genau, wir wollen heute über das Thema Pacing bei ADHS sprechen. genau, ich würde euch das Thema jetzt erst mal gerne vorstellen.

Hanna, wie definierst du Pacing für dich?

Professional.oversharing (00:45.086)
Ich glaube, ist weniger eine individuelle Frage tatsächlich, als ja auch eine teilweise sehr festgelegte Frage, was Pacing ist, weil das ja eine existierende Struktur bzw. Strategie ist, die ursprünglich mal entwickelt worden ist für Menschen oder Patientinnen mit chronischen Erkrankungen.

Jetzt gerade ist es vielleicht für viele ein Begriff auch im Zusammenhang mit so Long-Covid-Erkrankungen. Und Pacing wurde entwickelt dafür, dass man lernen kann, seine Energie besser zu einzuteilen und auch einzuschätzen, würde ich es mal nennen. Also vielleicht kennen auch einige von euch den Begriff so Spoon Theory. Na, wie viele Löffel habe ich am Tag? Das ist ein sehr ähnliches beziehungsweise aufeinander aufbauendes Prinzip.

Und es geht eigentlich darum, dass man mithilfe von Dokumentationsbögen, ja ganz genau, Dokumentationsbögen, ein bisschen schaut, was mache ich so, was sind meine Dinge, die ich am Tag erledigen muss, auch in der Woche, wie viel Energie kostet die mich und auch zu schauen, wie viel Energie habe ich eigentlich, was passiert, wenn ich mehr ausgebe, als ich so habe auf meinem Energiekonto und wie kann ich damit umgehen und das besser einteilen.

Johannes (02:10.67)
Genau. Und ich habe den Begriff mittlerweile auch häufiger mal so im Bereich von ADHS gehört, wo es ja auch oft oder allgemein bei Neurodivergenzen ja oft eine Situation gibt, dass man einfach von äußeren Eindrücken überfordert wird irgendwann, dass man in so eine Art Shutdown kommt, dass man ja einfach richtig dicht macht und dass halt Pacing so ein bisschen dabei helfen soll, das halt zu vermeiden.

Ich stelle mir das immer so bisschen vor wie so ein Glas, das ich halt auffülle und das geht auch wirklich bis zum Rand und vielleicht auch noch ganz leicht über den Rand, weil es bisschen Oberflächenspannung gibt. Aber wenn ich dann noch einen Tropfen mehr drauf mache, dann habe ich auf einmal einen Schwall von Wasser, der irgendwie rausfällt und zumindest fühlt sich das bei mir dann immer so ein bisschen so an und ich muss dann immer so bisschen mich runter regulieren und einfach warten, bis ich ein bisschen von dem Glas wieder austrinken konnte. Also wieder ein bisschen...

Raum geschaffen habe, halt neue Eindrücke wahrzunehmen. ja, Pacing ist ein Thema. Wir haben das kurz vorher besprochen. meinte so, ist Pacing bei mir überhaupt ein Thema? Und dann sind mir ganz viele Beispiele eingefallen, wo Pacing ein wirklich großes Thema sogar bei mir ist. Und zwar sowohl ich immer sagen so im großen Bereich, also heißt, dass ich mir nach stressigen Wochen irgendwie mal ein Wochenende freinehme oder dass ich mir, wenn ich vieles auf der Arbeit zu tun habe, mal einen ganzen Abend freinehme.

Aber auch so im Kleinen. Also wenn ich mal auf einer Party bin, dass ich einfach mal mir Rückzugsorte suche. Ich hab da mal mit Freunden gesprochen, die auch neurodivergent sind und was die oft machen, was ich eher unterbewusst lange gemacht habe, ist einfach mal fünf Minuten länger auf der Toilette zu verbringen, als man vielleicht sonst auf der Toilette verbringen würde. Einfach weil es da ruhiger ist und im Zweifel man nicht angesprochen wird und die Musik auch meistens leiser ist.

Professional.oversharing (03:58.206)
Mmh.

Professional.oversharing (04:03.038)
Ja, das ist ganz spannend, was du sagst. Also erstens fand ich es gerade total spannend, dein Bild zu hören, weil ich immer ein ganz anderes Bild nutze, nämlich keins vom Überfließen, sondern eher vom Leergehen. Also tatsächlich so eher das Bild von einem Konto, auf das man einen einzahlt, wenn man sich erholt und wenn man anstrengende Dinge tut, dann kommt da was runter und so ein Energiekonto hat in meinem

empfinden immer einen relativ kleinen Dispo. es zahlt sich, also es merkt man irgendwann, wenn man sehr lange in diesem Dispo unterwegs war. Und ich habe mich gerade aber auch gefragt, ob das, was du gerade beschrieben hast, tatsächlich Pacing im herkömmlichen Sinne ist oder einfach nur eine gute Rückzugsstrategie. Und vielleicht können wir auch mal darüber sprechen, welche unterschiedlichen Ideen es vielleicht auch geben kann, davon, was das so ist. Weil

Ja, da wo pacing herkommt, da geht es ja tatsächlich darum, dass am Anfang sehr akribisch erstmal anzugucken, was mache ich im Alltag alles. auch wie viel Energie kosten mich so alltägliche Dinge wie den Abwasch machen zum Beispiel oder aufräumen oder zur Arbeit gehen, solche Dinge. Und dass man dann schaut, wie viele Punkte habe ich zum Beispiel, wie viele Löffel habe ich am Tag und

für diese alltäglichen Dinge, wie viel geht da dann drauf? Also wie viel muss ich zum Beispiel einplanen, wenn ich einen Arzttermin habe? Und dann halt auch zu schauen, wie viel bleibt noch übrig und kann ich dann realistisch zum Beispiel heute auf eine Veranstaltung gehen oder muss ich erstmal etwas dafür tun, dass dieses Konto sich wieder auffüllen darf, zum Beispiel durch einen Mittagsstab oder sowas?

Johannes (05:52.046)
Ja, ich kenne, also es gibt ja mittlerweile auch Apps, die sowas so ein bisschen machen, dass man so Aufgaben, bestimmte Zahlen zuweist, also keiner meint, so eins bis drei, vom Schwierigkeits- oder vom Energielevel her und du halt einfach sagst, wie viel Energie habe ich heute und dann danach quasi Aufgaben abarbeitest. Und ich glaube, zum Pacing gehört leider, weil das ja etwas ist, was mit ADHS oft etwas schwierig ist, ein bisschen Planung.

dazu, weil man halt auch vorausschauend planen muss. Und ich glaube, das fällt mir auch immer sehr schwer, weil im Moment, wo ich viel Energie habe, fällt es mir sehr schwer, in ein Mindset reinzukommen, wo ich für mich verstehe, okay, diese Energie ist aber temporär, ich werde jetzt nicht, keine Ahnung, in den nächsten drei Wochen so energiereich sein, sondern vielleicht auch einfach nur die nächsten drei Minuten oder die nächsten drei Stunden. Und...

Professional.oversharing (06:41.406)
Mmh.

Johannes (06:46.478)
Das halt irgendwie mit einzubeziehen, das ist mir sehr lange sehr schwer gefallen. Das hat dann meistens dazu geführt, dass wenn ich einen langen Zeitraum hatte, wo ich viel getan habe, ich halt auf einmal so fertig war, dass ich halt auch Verabredungen absagen musste, was mir halt eine Zeit lang im Freundeskreis ein bisschen in die Ruhm verschafft hat, unzuverlässig zu sein, was sicherlich auch so war, was aber halt einfach nicht anders ging. Und es ist bis heute für mich teilweise ein

Das hat mit einzuplanen, dass ich halt einfach zwar auf einen Seite sehr extrovertiert bin und total gerne unterläutend bin und mit Menschen unterwegs bin, auf der anderen Seite aber halt auch dafür nur ein begrenztes Energieniveau habe.

Professional.oversharing (07:31.23)
Ich glaube, ehrlich gesagt, ist auch ein total häufiges Problem. Also ich glaube, das ist jetzt auch nicht so im Special nur für ADHS-Lain, sondern auch für andere Menschen. Und auch gerade, ich, wenn man so ein Problem, in Anführungszeichen, damit hat, auch Leute zu enttäuschen oder damit hat Angst davor zu haben, Sachen zu verpassen, dann pusht man sich, glaube ich, häufiger mal über die eigenen Grenzen und hat im Zweifelsfall dann halt auch

Johannes (07:40.238)
Nein, total, glaube ich auch.

Professional.oversharing (08:00.446)
ein bisschen verlärmt zu bemerken, diese Grenzen überhaupt sind. Und das dann erst mal wieder neu zu lernen, ist, ich, superschwer. Und da halt dann irgendwie rechtzeitig auf sich zu achten und nicht erst bei der Veranstaltung zu merken, scheiße, das macht hier deutlich weniger Spaß als erwünscht. Oder am nächsten Tag zu merken, okay, jetzt habe ich es wirklich übertrieben und jetzt geht gar nichts mehr. Also in Bezug, sorry, ich wollte noch kurz...

Johannes (08:26.478)
Ja.

Professional.oversharing (08:30.398)
Das zu Ende, ich, glaube ich. Also in Bezug zum Beispiel auf die chronischen Erkrankungen wird dann oft auch von so einem Crash gesprochen, wo halt wirklich dann gar nichts mehr geht.

Johannes (08:39.726)
Genau, glaube FOMO ist echt so ein Ding, das da mit reinkommt. Aber ich kann das jetzt nur für mich beschreiben, weil das ja immer ein sehr individuelles Gefühl ist. das Problem bei mir war ganz lange, dass ich das nicht als... Ich habe keine Energie mehr verstanden habe, sondern ich habe dann halt so richtig starke Anxiety. deswegen passt für mich halt auch eigentlich dieses Gefühl des vollen Glases viel mehr, weil ich dann auf einmal so viele Gefühle habe und so viel...

Professional.oversharing (08:51.102)
Mhm.

Professional.oversharing (09:00.606)
Mhm.

Johannes (09:07.438)
Sinneseindruck gehabt, dass ich halt eher dadurch crashe und halt mich nicht leer fühle, sondern viel zu voll fühle. viel zu voll mit Emotionen und Angst. Definitiv Angst. Und deswegen hat es bei mir ganz, ganz lange gedauert, überhaupt festzustellen, wo kommt dieses Gefühl her? Warum habe ich dieses Gefühl regelmäßig? Und das dann noch in einen kausalen Zusammenhang dazu zu bringen, dass ich die letzte Woche irgendwie sehr viel unternommen habe. Es mir sehr schwer gefallen hat. wirklich, wirklich lange gedauert.

Die Problematik, ich weiß nicht, ob das ein ADHS-Problem ist, aber was natürlich gerade bei vielen chronischen Erkrankungen, gerade ME-CFS oder Long-Covid mit dazu kommt, ist natürlich, dass man nach so einem Crash oft auch über einen sehr langen Zeitraum ein verringertes Energieniveau hat. Deswegen natürlich vielleicht anders als bei ADHS, da Pacing so noch mal mehr überlebensnotwendig ist, weil es halt tatsächlich sein kann, dass man dann Jahre oder vielleicht sogar

ewig einfach ein verhindertes Energieniveau hat. Ich habe da mal Berichte gehört von Leuten, halt MECFS haben, die quasi nach jedem Crash immer noch weniger konnten, ohne sich davon wirklich wieder zu erholen. Von daher ist es da natürlich noch ein viel wichtigeres Thema, heißt aber nicht, das jetzt bei ADHS etwas ist, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Professional.oversharing (10:30.366)
Ja, also das, du gerade gesagt hast, das finde ich total wichtig und das wollte ich tatsächlich auch gerade sagen so ähnlich, nämlich dass es, glaube ich, auch nochmal lohnenswert sein kann, da auch nochmal irgendwie in der Trennlinie zu ziehen auch, dass es natürlich im Bezug auf zum Beispiel Long Covid oder chronische Krankheiten eine andere Relevanz haben kann, beziehungsweise auf anderen Ebenen genutzt wird. Und dass tatsächlich ja vielleicht auch dieses Bild von

Glas, sich leert und Glas, das sich füllt, dafür ganz treffend ist. Weil in der Ursprungsnutzung von Pacing, da ging es ja tatsächlich darum, dass Menschen, sowieso ein geringeres Energielevel haben, lernen können, wieder mehr auch am Leben teilnehmen zu können im Rahmen des Möglichen und dass das irgendwie ermöglicht werden soll.

Und da geht es ja auch immer noch viel Erschöpfung und so ein Level an Erschöpfung, dass wir als nicht chronisch erkrankte Menschen häufig auch gar nicht nachvollziehen können. Und jetzt ist das Pacing, worüber wir jetzt reden, das ist ja quasi die gleiche Methode, aber adaptiert in einen anderen Nutzungsbereich. Also ich glaube, das ist vielleicht der

die Trennschärfe, die es da vielleicht nochmal haben darf in diesem Gespräch.

Johannes (12:00.27)
Genau. Ich würde, glaube ich, mal ganz gerne dazu kommen, wie Pacing so als Technik überhaupt funktioniert, weil wir haben jetzt ganz viel darüber geredet, wofür, also warum Pacing gut ist. Aber ich glaube, wir sollten auch so bisschen darüber sprechen, wie für uns denn Pacing funktioniert. meine, wir ja auch, wir versuchen ja auch ein informatistischer Podcast zu sein. Das funktioniert manchmal besser, manchmal schlechter. Aber.

Professional.oversharing (12:09.662)
Mhm.

Professional.oversharing (12:23.166)
Hahahaha

Johannes (12:27.534)
Ja, also für mich besteht Pacing eigentlich aus zwei verschiedenen Bereichen. Und zwar zum einen, ich hab das ja gerade schon so gesagt, so als Makropacing, also halt wirklich Tagesplanung, regelmäßig Pausen einbauen, aber auch mir regelmäßig freie Wochenenden zu geben. Also ich bin recht bekannt dafür, großen Freundeskreis zu haben. bin auch, ich hab auch Freundeskreis irgendwie in einer halben Republik verteilt. Ich auch Familie außerhalb der Stadt. Und es gibt einfach, keine Ahnung,

ganze Quartale, wo ich am Wochenende fast nicht zu Hause bin. Und das gab die, weil ich irgendwann für mich festgestellt habe, das geht so halt für mich nicht mehr. Und ich muss halt zumindest alle, je nachdem, wie es mir gerade geht, vier bis sechs Wochen irgendwie ein Wochenende freinehmen. Und wo ich auch wirklich quasi gar nichts mache, wo ich vielleicht mal Kaffee trinken gehe mit Freunden, aber wo ich jetzt nicht abends Feier gehe, wo ich jetzt keine Rollenspielrunden habe, wo ich keine Brettspielrunden habe. Wo ich halt wirklich

nur für mich bin, auf dem Sofa liege lese und irgendwie versuche wieder Energie aufzufüllen und auf der anderen Seite aber halt auch so ja so Mikro Pacing also wenn ich auf der Arbeit ich habe auf der Arbeit halt gerade in letzter Zeit sehr viele Termine und ich hatte gestern beispielsweise eine Phase wo ich ich glaube fünf Stunden durchgehend Termine hatte also wo ich wirklich

immer jede halbe Stunde auch gewechselt habe, wo es jetzt nicht nur war, dass es lange Termine waren und wo ich auch viel Redeanteil hatte, wo ich auch festgestellt habe, das nächste Mal muss ich einfach gucken, dass ich mir in solchen Situationen, in denen ich merke, dass es darauf hinausläuft, zumindest so Viertelstundenblocker setze, wo ich meine Viertelstunde auch einfach runterkomme und vielleicht nur E-Mails bearbeite oder so, auch das, also Energie aufbauen geht ja im Kleinen und im Großen. Man muss ja nicht immer gleich den ganzen Tag frei haben, bisschen Energie aufzubauen.

Aber mal eben aufstehen vom Schreibtisch und mal eben eine Viertelstunde irgendwie sich zu bewegen, schadet ja auch nicht. Und es ist ja auch etwas, was nicht nur Menschen mit chronischen Erkrankungen oder mit ADHS empfohlen, sondern ich glaube, das ist ja etwas, allgemein sinnvoll ist zu tun.

Professional.oversharing (14:38.11)
Ja, absolut. ich glaube auch, wenn ich so über Pacing spreche, auch mit meinen Klientinnen hier, finde ich es auch immer total wichtig, darauf zu schauen, dass es ja auch sehr individuell sein kann, was raubt mir Energie und was gibt mir Energie. Also, als du gerade gesagt hast, es muss nicht immer ein ganzer Tag sein, habe ich auch gedacht, wenn du auf so einem Level bist, dass dich ein ganzer Tag frei haben, zum Beispiel enorm stresst, weil du gar nicht

weißt, was du mit dir anfangen sollst, dann ist das vielleicht für den Anfang auch gar nicht das Richtige, sondern dann braucht es vielleicht was anderes. deswegen finde ich immer, wenn wir über solche Strategien sprechen, total wichtig, dass die auch ein bisschen Vorbereitungszeit brauchen. Also das, ich habe ja vorhin von diesen Bögen gesprochen und das ist immer so oft die erste Hürde, gerade für Menschen mit ADHS.

Beobachtungen über mehrere Tage auch festzuhalten. Also ich kann da zum Beispiel auch ganz privat von mir sprechen. Ich finde so etwas enorm schwer. Ich habe schon diverse Male in meinem Leben versucht, irgendwelche Dinge zu tracken. Sei es jetzt wie lang ist mein Zyklus oder wann fühle ich mich energetisch oder als ich auf meine Medikamente eingestellt worden bin zu tracken, so habe ich irgendwelche Nebenwirkungen oder sonst irgendwas, fand ich enorm schwer.

langfristig zu tun. Und nichtsdestotrotz ist es immer wieder natürlich, gerade in so therapeutischen Bereichen, ziemlich wichtig, das dann auch zu tun. Und ich sage mal, wenn das mal ein, zwei Tage irgendwie ausversehentlich geklappt hat, dann ist es jetzt auch kein Weinbruch. Hauptsache, man lässt es dann nicht ganz sein, weil natürlich, wenn man das länger beobachtet, kriegt man natürlich auch ein besseres Gefühl dafür.

Wann geht's mir gut? Wann geht's mir nicht gut? Vielleicht auch mit wem geht's mir gut? Mit wem geht's mir nicht so gut? Bei welchen Tätigkeiten bin ich besonders erschöpft? Welche fühlen sich vielleicht blöd an, aber sind gar nicht so schlimm, sodass man dann langfristiger einfach ein besseres und dezidierteres Gefühl dafür bekommen kann. Welche Sachen mach ich vielleicht nicht an einem Tag, ne? Also weil das so zwei Sachen sind, die ganz viel kosten, dann leg ich die vielleicht auf zwei verschiedene Tage und ich hab ja gerade auch schon ganz kurz so...

Professional.oversharing (16:57.278)
die Zyklus-Beobachtung gesagt. Und ich glaube, das ist in diesem Kontext auch nicht so ganz unwichtig, weil es ja auch viele menstruierende Menschen gibt, die während ihres Zyklus große Schwankungen an Energie irgendwie wahrnehmen. Und das auch mit einzuplanen. Wenn ich so eine Phase zum Beispiel des Zyklus habe, die so eine Woche geht, in der ich grundsätzlich einfach weniger Energie habe als in den anderen Phasen, dann

Johannes (17:12.494)
Mh...

Professional.oversharing (17:26.622)
kann ich mir auch überlegen, ich in dieser Woche oder in dieser Zeit einfach auch nicht so anstrengende Sachen mache. Also als Beispiel ist es bei mir zum Beispiel so, dass ich gemerkt habe, in einer Woche meines Zyklus wirken meine Medikamente nicht so gut. Und dann habe ich mit meiner Neurologin besprochen, ob wir in dieser Woche die Medikamentation anpassen wollen und haben uns dann dagegen entschieden, weil wir zu dem Schluss gekommen sind im Gespräch.

dass es eventuell auch ganz gut sein kann, dass mein Körper mir da so ein Zeichen gibt, dass ich da vielleicht ein bisschen besser auf mich achte und dass dann nicht quasi mit einer höheren Dosis versuche zu überspielen und dann eventuell in eine Erschöpfung gerate, weil ich eigentlich meinen Körper dazu bringe, etwas zu tun, was er gar nicht kann gerade, sondern halt in der Woche einfach auch auf mich höre und weniger mache. Das gehört für mich auch dazu.

Johannes (18:20.974)
Ich du hast vorhin etwas ganz Wichtiges gesagt. Dieses, man muss da halt am Ball bleiben und sich beobachten. Ich glaube, das ist tatsächlich etwas, was mit ADHS total schwer fällt. Vor allem, weil, zumindest meiner Erfahrung nach, oft so ist, dass ich irgendwie Art Routine habe, diese Routine einmal vergesse und sie danach nie wieder tue. Und da hast natürlich, ich will gar nicht sagen, dass man das nicht trotzdem machen sollte, man muss das halt irgendwie machen. Weil man muss halt, wenn man halt...

versuchen möchte, was über sich herauszufinden, muss das halt über einen längeren Zeitraum gehen. Ich habe damit eine Zeit lang eine App für benutzt, die mir auch zumindest ein bisschen geholfen hat zu gucken, womit geht es mir gut und womit geht es mir nicht gut. Ich weiß, ich sagte die App Dailyo etwas.

Professional.oversharing (19:04.702)
Ja, ich habe sie glaube ich auch schon mal runtergeladen, aber dann nie benutzt.

Johannes (19:08.782)
Ich hab die Zeit lang sehr intensiv genutzt. Also DailyU ist eine App, mit der trackt man seine Emotionen, also wie geht es einem gerade. Und man wird dann aber auch aufgefordert, man kann das, keine Ahnung, täglich machen, man kann das auch mehrfach am Tag machen, man wird dann aufgefordert zu sagen, was hat man denn so jetzt an diesem Tag oder keine Ahnung, wenn ich das halt zweimal am Tag mache, was hat man so in der Zeit getan. Also ich mich mit Freunden getroffen, ich vielleicht mit speziellen Freunden getroffen, ich hab gelesen oder so.

Und dann versucht die App, einen Muster herauszufinden, ob man mit bestimmten Tätigkeiten bestimmte Emotionen verbindet. Heißt, keine Ahnung, wenn es mir gut ging, habe ich viel gelesen. Das heißt natürlich nicht, dass weil man viel gelesen hat, dass es einem gut ging. Vielleicht hat man ja auch viel gelesen, weil es einem gut ging. Korrelation und Kausalität ist ja so Ding. Aber mir hat die zumindest geholfen, festzustellen, dass es bestimmte Tätigkeiten gibt, die dazu führen, dass es mir nicht so gut

Und es gab tatsächlich, die App hat dann auch herausgefunden, dass es mir immer einen Tag, nachdem ich bestimmte Menschen getroffen habe, nicht so gut ging, was dafür sprach, dass wir diese Menschen vielleicht auch nicht gut getan haben. das fand ich schon ganz interessant. Und es hilft auch manchmal so ein bisschen, gerade für Menschen mit Depressionen, was ja bei mir auch ein Punkt ist, sich klar zu machen, es gibt deutlich mehr bessere Tage als schlechtere Tage. Und die schlechteren Tage kann man, also ich habe zumindest

Professional.oversharing (20:14.878)
Hm. Ja.

Johannes (20:35.278)
für mich dadurch gelernt, schlechteren Tage besser auszuhalten. Aber weil wir gerade übers Thema Pacing sprechen, da ist dann natürlich auch ganz gut zu gucken, welche Aufgaben führen denn im Zweifel dazu, dass es mir schlechter geht. Keine Ahnung, ich habe meine Küche aufgeräumt, vielleicht geht es mir danach besser sogar. Und ich habe da schon herausgefunden, dass es halt bestimmte Tätigkeiten gibt, auch die ich eigentlich nicht gerne mache, die aber dazu führen, dass im Zweifel meine Laune danach besser ist, Beispiel ein aufgeräumtes Zimmer zu haben.

Professional.oversharing (21:02.366)
Ja, das ist ja das, was ich auch schon so bisschen angeschnitten hatte. Dass es halt Sachen geben kann, die machen vielleicht keine Freude, aber die führen dann zu einem trotzdem allgemeinen Wohlbefinden, weil man wieder sich einfach wohler in seiner Wohnung fühlen kann zum Beispiel oder weil man Dinge erledigt hat, die man schon ganz lange vor sich her geschoben hat.

Johannes (21:17.102)
Genau.

Professional.oversharing (21:23.07)
Ja, und vielleicht noch eine kleine Ergänzung. Ich habe eine ähnliche App, würde ich gerade noch sagen. Die wurde mir mal von einer Klientin empfohlen und seitdem empfehle ich die auch fleißig weiter. Die heißt How We Feel und die finde ich super gut, weil hier gibt einem so vier verschiedene Raster von so wenig gut, also so im ganz geringen irgendwie.

wenn das Pendel so nicht bei 0 ist, sondern bei 0,1. Und richtig gut und einmal wenig schlecht und richtig schlecht. Dann hast du so vier Kategorien und da kannst du immer so bisschen gucken. Der schlägt dir halt auch verschiedene Gefühle vor. Und dann wirst du nämlich nicht in deiner eigenen Gefühls- Schatztruhe gucken. Und wenn da nur zwei Gefühle drin sind, hast du halt Pech gehabt, sondern ...

Du kannst halt so bisschen differenzierter auch schauen, welche Gefühle gibt es eigentlich. Und die wählst du dann aus und die sind verschieden farbig markiert. Und dann siehst du halt auch durch diese verschiedenen farbigen Markierungen, wie viel war denn wovon da und da kannst du auch eintragen. Wo warst du, als du das gerade eingetragen hast und mit wem. Das, finde ich, kommt sicher sehr, kommt sicher sehr nahe.

Johannes (22:16.686)
Nöööö

Johannes (22:37.454)
Ja, ich guck da gerade so drüber und ich finde die App hat auf jeden Fall irgendwie ein sehr interessantes Farbschema. Also irgendwie gibt mir das was. Das muss ich mir glaube ich mal angucken. Wir werden beide Apps in den Show Notes veröffentlichen. Wenn ich dran denke. Wahrscheinlich ja. Ja, ich ja und ich schneide die Folge vorher. Da höre ich die Folge eh nochmal. Okay. Aber wir sind ja gerade auch schon so ein bisschen zum Thema Herausforderung beim Thema Pacing gekommen. Ich glaube beim Thema Pacing ist halt echt ein Problem.

Professional.oversharing (22:43.006)
Mhm.

Professional.oversharing (22:52.638)
kriegen wir schon hin. sind ja zu zweit.

Johannes (23:06.798)
auf der einen Seite Ja, überhaupt daran zu denken zu pacing das hatten wir ja gerade aber mir ist noch ein zweites thema aufgefallen wir haben uns hannah hat bevor die folge stattgefunden hat so ein bisschen aufgeschrieben wo wir mit ihnen reden wollten und sie hätte da das thema impulsivität aufgeschrieben Und das ist ich ich habe das in einem zusammen mit pacing oft dass ich sage okay ich nehme ein ganzes wochenende frei das

Schaff ich dann auch so bis den Mittwoch vor diesem Wochenende und dann fragt mich, keine Ahnung, Person X, hey, hast du Lust, Kaffee trinken zu gehen? Und dann denke ich mir so, ach ja, einen Kaffee trinken am Wochenende geht ja. Dann fragt mich Person Y, hast du nicht Lust, am Freitag abend tanzen zu gehen? Dann denke ich mir, na ja, okay, am Freitag abend tanzen gehen ist ja kein Problem. Dann fragt ich Person Z, hey, sag mal, am Samstagabend ist ein Konzert, hast du da Bock drauf? Dann denke ich mir, ach ja, ein Konzert in dem Wochenende ist überhaupt kein Problem. Und dann fragt mich noch Person, keine Ahnung, P, ähm...

Du, am Sonntag ist irgendwie ein Streetfood Festival in Hannover. Hast du da Bock mit hinzugehen? Und ich so, ja Streetfood Festival klingt ja super. Ist ja kein Stress. Dass ich dann aber Freitagabend tanzen gehe, Samstag eine Verabredung zum Kaffee habe, Samstagabend eine Verabredung fürs Konzert habe und Sonntag eine Verabredung zum Streetfood Festival habe. Übrigens genau dieses Wochenende ist genauso schon mal vorgekommen. Also das habe ich jetzt mir nicht ausgedacht. Hieß dann, dass ich netto vielleicht...

vier Stunden für mich hatte und ich danach noch gestresster war als vorher, was alles schöne Ereignisse waren, aber halt nicht dazu geführt hat, dass ich irgendwie auch nur einen Hauch von Pacing erlebt habe an dem Wochenende.

Professional.oversharing (24:41.342)
Ja.

Professional.oversharing (24:46.046)
Ich glaube tatsächlich, dass es auch irgendwie so ein bisschen eine frustrierende Erkenntnis, wenn wir über diese Thematik sprechen, dass es beim Pacing oder bei, egal wie wir das jetzt nennen wollen, nicht darum geht, oder nicht nur darum geht, die unangenehmen Dinge zu identifizieren und die irgendwie möglichst

möglichst klein zu halten in Zeit-Events, sondern dass es sich auch schöne Events handelt und dass auch Treffen mit Freundinnen oder Konzertbesuche oder Partys oder so halt auch anstrengende To-do-Punkte sein können. Und auch wenn wir grundsätzlich in dem Moment erstmal Spaß haben, dass trotzdem sich langfristig irgendwie in Anführungszeichen rechnen kann, weil es halt vielleicht einfach auch trotzdem gerade zu viel war oder

wir nicht früh genug gegangen sind oder was weiß ich, weil man halt unbedingt dabei sein wollte, man über seine eigene Grenze so gepusht hat und ich glaube, da können sich vielleicht viele gerade, also finden vielleicht gerade viele irgendwie anklangend.

Johannes (25:48.366)
Ja, und ich hatte das tatsächlich mit der Firmenfeier gestern auch. Ich habe immer gesagt, okay, ich möchte auf jeden Fall vor Mitternacht zu Hause sein. Hab ich auch geschafft. Und dann hat mir halt ein Kollege erzählt, ja, sie waren noch irgendwie bis zwei Uhr weg und das war irgendwie richtig schön. Und da hatte ich schon wieder dieses, dieses, dieses, ja, Fomo-Gefühl, das nachträgliche Fomo-Gefühl, dass ich halt tatsächlich was verpasst habe. Denke mir dann aber auch, nee, ich bin jetzt eh schon müde. Ich habe eh nicht viel geschlafen und ich hatte auch eine anstrengende Woche.

Wäre sicherlich nicht besser gewesen, ich dann noch bis statt Mitternacht zu Hause zu sein, erst keine Ahnung, halb drei zu Hause gewesen wäre. Also... Ja, es ist manchmal wirklich schwierig, auch die schönen Dinge abzusagen oder zumindest zeitlich zu verkürzen.

Professional.oversharing (26:30.782)
Ja, und ich glaube auch, dass das auch nicht immer gelingt. ich glaube gerade, also für mich ist jetzt mal ganz kurz gerade wichtig, dass wir jetzt auch dezidiert, also ich zumindest über ADHS spreche, also Pacing im ADHS und nicht im Hinblick auf chronische Krankheiten, weil da sieht es nochmal ganz anders aus, auch mit der Konsequenz, wenn man das nicht tut und dann nicht gut genug auf sich achtet.

Aber jetzt im Bereich ADHS ist es glaube ich auch so, dass man sich auch teilweise so sehr schon dran gewöhnt hat, über seine Energiegrenzen rüberzugehen und manchmal vielleicht auch gar nicht so sehr, wie du das auch schon so ähnlich geschrieben hast vorhin, so sehr miteinander in Verbindung bringt, dass auch diese schönen Dinge dazu führen, dass die Erschöpfung größer wird, sondern dass es halt einfach, ja, dass der ganze Rest vielleicht einfach gerade zu stressig ist und

dann gönnt man sich was Schönes und es geht einem halt schlecht, weil der Rest halt gerade so schlecht ist. Und ja, da hinzukommen, das ist glaube ich schwierig und ich glaube auch, dass es einem trotzdem vielleicht dann trotzdem noch mal passiert, dass man sich da übernimmt, auch wenn man grundsätzlich weiß, dass es einem nicht gut tut.

Johannes (27:47.886)
Ja, ich hab da ein Beispiel, das glaube ich sehr typisch für ADHS ist, weil es auch wieder so ein Impulsivitätsding ist. Wenn ich mir, wenn ich mit Freunden unterwegs bin, Zeitlimit setze und dann ist es aber so schön, weil es auch so schöner Abend ist, man hat Spaß zusammen und dann erreicht man dieses Zeitlimit und dann sagt man sich halt so, ach komm, eine Viertelstunde geht noch. So ein bisschen wie wenn man früher ins Bett gehen sollte. Mama, Papa, darf ich noch fünf Minuten?

Und bei mir wird dann aber regelmäßig aus diesen ach, ein bisschen bleibe ich doch halt wirklich Stunden. meiner Erfahrung nach ist es meistens in dem Moment, wo man sich das Zeitlimit gesetzt hat, einfacher sich dann doch loszureißen. Und deswegen tue ich das mittlerweile auch viel konsequenter. Weil so dieses ach, noch eine Viertelstunde, das artet halt total schnell aus. Und ich glaube, muss, wenn man, also mit ADHS wirklich konsequent sein.

was sich selbst gesetzte Limits angeht. Weil wenn ich mein Limit auch nur leicht überschreite, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sehr stark überschreite, einfach weil ich in diesem Moment gerade so gut existiere, einfach sehr hoch. Und das ist zwar, das ist wirklich jetzt bisschen frustrierend, weil das natürlich dazu führt, dass man wirklich schöne Ereignisse einfach kürzer hält, als sie eigentlich andauern könnten. Aber es führt halt im Ende dazu, dass man dann vielleicht für das Event eine Woche später noch genug Kraft hat oder...

einen Monat später oder so. Was sicher ist, dass man das immer machen muss. Ich war jetzt zum Beispiel Samstag auf einem Konzert und wollte eigentlich danach auch nach Hause und dann fragte mich eine Freundin, da ging es auch gerade nicht so gut, ob wir noch was trinken wollen. Und das haben wir auch gemacht und das bereue ich auch nicht. Das war total schön. hat schon dazu geführt, dass ich jetzt die Woche über weniger Energie hatte, als ich sonst gehabt hätte. Aber das bereue ich auch nicht. Das ist ja nicht so, dass man nicht auch mal über seine Grenzen gehen kann und das vielleicht auch mal sollte, weil der Moment ist gerade erfordert. Aber

Ich würde das nicht zur Regel machen, sondern das sollte halt eine Ausnahme sein, die man dann halt für bestimmte besondere Momente nutzen sollte. ich glaube, was ich mit ADHS schon merke, ist, dass man eine gewisse Form von Selbstkontrolle leider einfach aufrechterhalten muss, sonst bricht bei mir bricht sonst meine meine meine Struktur völlig zusammen, meine Alltagsstruktur.

Professional.oversharing (30:04.574)
Ich glaube aber, also für mich wäre jetzt noch mal ganz kurz wichtig zu ergänzen, dass man halt auch nur manchmal entscheiden kann, über seine Grenzen zu gehen, wenn man grundsätzlich ein gutes Level an Pausen und an Erholung und so aufgebaut hat. wie ich das heute schon gesagt habe, wenn du permanent von einem Konto abhebst, wo nichts drauf ist, dann hast du irgendwann ein sehr starkes Problem.

Johannes (30:20.558)
Ja. Ja,

Professional.oversharing (30:30.622)
Und dann lässt sich das auch nicht mehr so leicht irgendwie ausbügeln, Ganze. Und deswegen finde ich, ist ein wichtiger Zusatzpunkt, zu dem man kann sich das auch mal erlauben, da über die Grenzen rüberzugehen und das auch genießen. Das geht halt nur, wenn du grundsätzlich eine Idee davon hast, wie du ein ausgeglicheneres Energielevel herstellen kannst.

Johannes (30:30.83)
ist zu.

Johannes (30:52.654)
Ja total. meinte ich ja auch, das muss halt eine Ausnahme sein. Das sollte halt auf gar keinen Fall die Regel sein. Und man muss dann auch so selbst reflektiert sein, zu sagen, okay, ich habe jetzt die Energie gerade, weil sonst merkt man halt einen Tag später, was das für Auswirkungen hat. ja, ich glaube, das ist etwas, was mir mit ADHS immer wieder auffällt, dass

man halt sehr viel Selbstreflektion haben muss, halt mit solchen Situationen vernünftig umzugehen. Weil ich glaube, ich bin halt über Jahre wahrscheinlich immer von Mini-Crash zu Mini-Crash gegangen, weil ich halt einfach es nicht einsehen wollte oder auch immer nicht realisiert habe, wo das Problem ist.

Professional.oversharing (31:38.302)
Ja, also ich finde das sehr anschlussfähig, weil ich glaube mir ging es auch sehr lange so, beziehungsweise gerade in so Zeiten, ich noch in der Festanstellung war, wo es mir einfach grundsätzlich ziemlich schlecht ging, weil ich so doll überarbeitet war und ich trotzdem aber unbedingt auch ein bisschen Privatleben haben wollte, weil ich das auch nicht eingesehen habe, nur für die Arbeit zu existieren.

Johannes (31:50.638)
Hmm.

Professional.oversharing (32:07.39)
Und wir brauchen uns nichts vormachen, das Arbeitsumfeld war wirklich sehr schädlich für mich. Und nichtsdestotrotz hätte ich vielleicht in der Zeit, wo ich da noch gearbeitet habe, auch nochmal in meinem Privatleben mehr Einschnitte machen müssen. Und ich habe schon nicht viel gemacht damals, aber auch die Sachen, die ich gemacht habe, dann teilweise schon zu viel. So dass ich dann einfach...

Auch bei Freundinnen auf dem Sofa einfach eingeschlafen bin, wenn ich da war, weil ich einfach so fertig war. Aber ich war trotzdem da. das ist, ich, auch so was, was man dann auch irgendwie, wo man sich vielleicht öffnen muss für, dass sowas dann auch nicht drin ist und dass dann einfach auch Rahmenbedingungen verändert werden müssen, weil das einfach so nicht funktioniert, vor allen Dingen nicht langfristig.

Johannes (32:57.806)
Ja, genau das, glaube, wenn man halt merkt, dass man in Situation ist, wo man halt ständig ein Energiedefizit dann landet man irgendwann relativ zuverlässig im Burnout. Und das Burnout-Risiko mit ADHS ist eh höher. Ich glaube gerade aus dem Grund, dass man halt einfach ein verringertes Energieniveau hat und halt diese Pausen braucht, die aber einem die Gesellschaft oft auch gar nicht geben möchte. Und

Ich glaube, wir reden natürlich auch nochmal aus der sehr privilegierten Situation daraus. Wir beispielsweise beide keine Kinder, weil ich glaube, Kindern Pacing betreiben ist nochmal eine ganz andere Herausforderung. Müssen wir vielleicht mal überlegen, ob wir da mal jemanden zu einladen. Aber, sagen wir mal, wenn wir diese Möglichkeit haben, dann müssen wir halt auch gucken, dass wir die halt nutzen, weil ich kenne nicht wenige Menschen mit ADHS, die schon mal Burnout hatten oder im Burnout sind oder allgemein nur...

Professional.oversharing (33:36.702)
Auf jeden Fall.

Johannes (33:56.718)
Divergente Menschen. Und ich glaube, dass ich da ein bis zweimal im Leben auch nicht ganz von entfernt war. Und dann habe ich zuglück rechtzeitig die Notbremse gezogen.

Professional.oversharing (34:11.774)
Ja, ich glaube auch, ist einer der Punkte. Also es gibt ja eine Korrelation zwischen ADHS und Burnout und das ist tatsächlich einer der Punkte neben vielen anderen, die es auch noch gibt, die dazu irgendwie beitragen, dass Menschen mit ADHS da irgendwie prädestiniert für sind. Und ich würde auch sagen, ich sage mal, ich stand so an der Tür zum Burnout und mittlerweile mit einem realistischeren Blick würde ich sagen, ich war wahrscheinlich schon so knietief drin.

Und das ist, ich, auch was, vielleicht jetzt mal so bisschen die Überleitung zu machen zu was kann man denn jetzt tun, ist, glaube ich, einer der wichtigsten Punkte, realistisch und ehrlich auf sich und seine Tätigkeiten und seinen Energiehaushalt draufzuschauen. Weil, wie du schon gesagt hast, man sagt ja im Zweifelsfall dann auch Sachen ab, weil man halt nicht mehr kann, wenn man sich erst mal so richtig übernommen hat. Und wenn man es irgendwie schafft, so ein

mehr realistischen Blick zu etablieren, könnte es ja auch sein, dass man zwar weniger Verabredungen ausmacht, die aber dann dafür auch halten kann. Und das ist ja im Zweifelsfall vielleicht auch nochmal A, ein bisschen energiespendender, weil man dann nämlich auch nicht so viel Zeit damit verwendet, sich zu schämen und sich schuldig zu fühlen. Und B, könnte es auch sein, dass man die Leute trotzdem genauso oft sieht wie vorher, weil man ja diese abgesagten

Verabredungen, die hatte man ja gar nicht gehabt.

Johannes (35:40.174)
Ja, bei mir hat das tatsächlich auch dazu geführt und das war eine sehr harte Erkenntnis, dass ich Freundschaften priorisieren musste, weil ich einfach gemerkt habe, dass ich nicht allen Menschen so gerecht werden kann, wie ich das wollte, was leider auch dazu geführt hat, dass Freundschaften von mir auseinandergegangen sind, aber auch das gehört glaube ich zum Pacing dazu, realistisch zu betrachten, wie viel

Freundschaften kann ich haben und auch ich komme immer wieder gerne auf eine eine bestimmte Ich glaube, was war das bei dir Ton zurück der bei dir noch im Im Schrank liegt Wie viel Hobbys kann ich denn haben weil auch das natürlich zum pacing dazu gehört wenn ich keine Ahnung vier Hobbys habe die alle unter der Woche stattfinden und zwar am besten jede Woche

Professional.oversharing (36:20.446)
Ja, Ton.

Johannes (36:36.334)
dann kann ich halt auch kein vernünftiges Pacing betreiben.

Professional.oversharing (36:38.75)
Ja, das ist ganz spannend. habe da neulich erst mit jemandem drüber gesprochen. weiß gar nicht mehr mit wem, aber spielt auch keine Rolle. Da war das Thema auch Hobbys und so. Und da habe ich gesagt, ich bin eigentlich in nichts so richtig, richtig gut. Und das ist auch total okay für mich mittlerweile, weil ich auch nicht genug Zeit irgendwo reinstecke in so ein Hobby, das ich wirklich richtig gut sein könnte. Ich bin in allem ganz gut. Und für das, was ich mache, ist das auch total ausreichend und macht mir einfach Spaß.

Johannes (36:52.334)
Mhm.

Professional.oversharing (37:07.742)
weil ich einfach gemerkt habe, dass sehr viel meiner Leidenschaft und meiner Zeit tatsächlich auch hier in meine Selbstständigkeit reingeht. Und das ist aber auch in Ordnung, weil ich habe da wirklich eine Leidenschaft für. Und ich mache das gerne. Und dann mache ich die anderen Sachen halt auf einem Level, wo ich das vielleicht nicht irgendwie bei einem Wettbewerb einreichen könnte. Aber immer noch so, dass es mir einfach Spaß macht und dass ich...

mittlerweile mit lufttrocknendem Ton, weil ich ja keinen Brennofen habe, da irgendwelche Figurchen mache oder irgendwelche Sachen dahin Zimmer, die sind dann vielleicht ein bisschen wonky und irgendwie nicht zum Verkauf geeignet, aber trotzdem hat es mir Spaß gemacht und damit habe ich mich mittlerweile ganz gut arrangiert und es passt dann halt auch einfach deutlich besser in Leben.

Johannes (38:01.294)
Also wenn wir diesen Podcast irgendwann professionell betreiben, als erstes finanzieren wir Hannah in Brennung.

Professional.oversharing (38:06.334)
Das wäre so hammer nice, aber die Frage ist, wo? Dann brauch ich auch noch eine kleine Hütte.

Johannes (38:14.926)
Kickstarter-Link in den Show Notes für Hannas Tonstudium. Genau.

Professional.oversharing (38:16.99)
Hahaha

Professional.oversharing (38:21.694)
kann man mit Sicherheit auch therapeutisch nutzen.

Johannes (38:24.078)
Ich habe ja eine sehr starke persönliche Abneigung zu Handarbeiten, über die wir auch irgendwann mal reden müssen, weil das ist ein Trauma. Das meine ich nicht so scherzhaft, wie es gerade rüberkommt, weil das ist tatsächlich eins. Aber ich glaube tatsächlich, dass man das sehr gut therapeutisch nutzen kann. Und ja.

wäre nicht für mich, aber ich bin mir sicher, es gibt ganz viele Menschen, die ganz viel Spaß daran haben. Ich glaube, es gibt sehr viele kreative Menschen mit ADHS. Wenn ich mir so die Content-Creator-Szene angucke, ja. So, aber wir kommen so ganz langsam an unser Zeitlimit. Das wird, glaube ich, eh schon überschreiten, aber das ist okay. Wir haben lange keine Folge mehr nur zu zweit aufgenommen.

Professional.oversharing (39:01.758)
auf jeden Fall.

Professional.oversharing (39:10.686)
Ja.

Professional.oversharing (39:15.87)
Das stimmt. Vielleicht brauchen wir jetzt tatsächlich noch mal so ganz praktisch so im Kurzdurchlauf, was muss man beachten? Also wir haben ja schon gesagt, wichtig wäre es irgendwie in die Beobachtungen zu kommen und zwar nicht nur ein, zwei Tage, sondern ruhig mal über einen etwas längeren Zeitraum und wie gesagt, wenn dazwischen mal ein, zwei Tage Pause sind, dann nicht davon ermutigen, entmutigen lassen und dann ganz aufhören, sondern einfach wieder anfangen, wenn man...

wieder da ist, so, dass man einfach einen Überblick bekommt und im Zweifelsfall das tatsächlich auch mal über einen Monat oder so machen, weil wie gesagt für alle menstruierenden Menschen kann es durchaus einen Unterschied machen, in welchem Zyklusmoment ich mich gerade befinde. Das wäre das eine. wirklich dokumentieren, auch wenn es schwerfällt. Es lohnt sich im Zweifelsfall. Und dann, Johannes und ich predigen das ja auch immer mal wieder, Zeitblöcken arbeiten könnte etwas sein, was sehr hilfreich ist.

auch in Pausen zu kommen.

Johannes (40:15.342)
ich tatsächlich noch einen praktischen Tipp für. Es gibt eine App, heißt Blockos. Da kann man sich den Tag in so zehn Minuten Blöcke einteilen und zwar auch schon im Voraus. Ich nutze die ehrlich gesagt nicht aktiv, was einfach daran liegt, dass mir Tagesvorplanung unfassbar schwer fällt, aber für Menschen, die sich ihren Tag wirklich vernünftig vorplanen wollen, ist wirklich fast minutengenau.

Professional.oversharing (40:19.678)
Ja bitte.

Johannes (40:43.758)
ist diese App echt super. Ich kenne Leute, arbeiten damit, die meinen, das hat fast ihr Leben verändert, weil sie es halt wirklich seitdem viel besser schaffen, A, zu pace und B, aber auch Dinge wirklich geschafft zu bekommen. Keine Ahnung, du trägst dir halt ein, zwanzig, zehn Minuten aufräumen, zehn Minuten Wäsche machen, zehn Minuten spülen, halbe Stunde spazieren gehen und so weiter. Und wie gesagt, für mich kein guter Tipp, aber für andere Leute, bin mir sicher, es gibt Leute, die finden das ganz toll. Sorry, ich wollte dich nicht unterbrechen.

Professional.oversharing (41:09.854)
Ja, nee, das passt ja eigentlich ganz gut dazu. ich finde, wenn ich das höre, denke ich direkt so, wo sind denn dann die Pausen? Genau, aber das finde ich ist trotzdem noch mal wichtig zu sagen, wenn man sowas plant, dass man auch Pausen einplant und dass es nicht so ist, ich knall mir jetzt alles voll mit meinen 10 Minuten To Do's, sondern dass man halt auch schaut, wirklich in den Tagesablauf feste Pausen und auch

Johannes (41:21.262)
Die kannst du ja auch eintragen.

Professional.oversharing (41:39.166)
Pufferzeiten einzuplaan, weil es kann ja durchaus sein, dass man sich bisschen verschätzt, egal wie toll man sich beobachtet hat, zwei Wochen lang oder drei, dass dann doch was länger dauert. Und deswegen ist es wichtig, auch Zeiten mit einem klaren Pufferziel einzubauen, dann nicht in Bedrängnis zu kommen und dann doch wieder irgendwie in einem Superstress zu landen. Und genauso ist es halt mit Pausen. Also wenn man Pausen wirklich fest eingeplant hat, als wichtiges to do und nicht nur als optional, wenn ich gerade Zeit habe, dann

trinke ich mal einen Tee, sondern halt wirklich, das ist notwendig, dann kann man sie sich vielleicht auch eher erlauben, als wenn sie, ja, wenn man sie nur macht, wenn es gerade in Anführungszeichen geht.

Johannes (42:20.718)
Und wenn ihr Probleme habt, einzuschätzen, wie lange denn ein Task dauert oder wenn ihr sagt, boah, dieser eine Task ist viel zu groß, den würde ich gerne runtergebrochen haben auf mehrere Einzeltasks, da gibt es tatsächlich ein ganz cooles Tool für, das haben wir auch schon mal empfohlen, aber das empfehle ich an dieser Stelle gerne nochmal, und zwar Goblin Tools. Das findet ihr in den Show Notes. Es gibt sowohl als App als auch als Webseite.

Professional.oversharing (42:36.99)
Ich schon öfter.

Johannes (42:46.734)
Und da tragt ihr keine Ahnung, zum Beispiel ein Küche aufräumen, drückt auf den Knopf und dann bricht euch dieses Tool, den Task Küche aufräumen in zehn Untertools runter. Und sowieso denke ich, also ich finde ja KI aus ganz ganz vielen Gründen ganz problematisch und dass Large Language Models irgendwie aus oberrechtlichen Gründen wirklich furchtbar sind. anderes Thema hat auch mit dem Podcast jetzt nichts zu tun, aber

Ich kenne Leute, die ihren Alltag auch mit KI so bisschen vorplanen, also keine Ahnung sagen, ich habe hier irgendwie zehn Tasks, die muss ich irgendwie sortieren und bitte, ich brauche noch Pause zwischendurch. Wenn ihr dem nicht völlig negativ gegenüber eingestellt seid, wie gesagt, ich völlig nachvollziehen kann und ich mache das auch nicht, wäre das auch eine Option, weil ich glaube gerade für neurodivergente Menschen muss man, also ich persönlich denke, man muss alle Tuts nutzen, einem irgendwie helfen können.

wenn diese Tools vielleicht aus anderen Gründen etwas problematisch sind.

Professional.oversharing (43:47.774)
denke ich auch und vielleicht noch als Ergänzung zu dem Goblin Tool, man kann sogar einstellen, wie kleinteilig man das haben möchte. Oben ist so eine Einstellung mit so einer Chili und da kann man die Kleinteiligkeit auch noch selber entscheiden. Das finde ich auch ganz gut.

Johannes (43:59.47)
Man kann ja sogar die Tasks noch in weitere Untertasks aufteilen.

Professional.oversharing (44:03.39)
Das stimmt. Obwohl, ich muss sagen, irgendwann wird die Zeiteinschätzung nicht mehr ganz adäquat dabei. Das muss man vielleicht auch mal ein bisschen gucken.

Johannes (44:08.814)
etwas unrealistisch. Ja, ist halt KI-basiert, deswegen. Das ist halt nicht perfekt, keine Frage.

Professional.oversharing (44:16.99)
Und ich glaube, was aber jetzt vielleicht noch so mal als Abschluss für diese Liste von was muss man tun oder was hilft, ist tatsächlich, glaube ich, der ehrliche und realistische Blick auf sich selber, auf den Energiehaushalt und auch vielleicht nochmal auf auch schöne Dinge zu richten, dass man da nochmal

Johannes (44:37.646)
Hm?

Professional.oversharing (44:40.094)
ehrlicherweise draufschaut, was tut mir gut, wie viel davon tut mir eigentlich auch gut und wie viel ist vielleicht auch zu viel, auch wenn ich es eigentlich machen möchte. Und das finde ich ist ein Schritt, der wichtig, aber nicht so richtig schön manchmal ist.

Johannes (44:57.678)
Ja, das ist so. Das hände ich immer nur alles Ponyhof oder ist das jetzt auch nicht... Also ADR ist halt nicht nur eine positive Geschichte, leider. Das heißt leider auch, man muss akzeptieren, manchmal schöne Dinge zu verpassen, weil es einfach nicht anders geht. Das war eine Erkenntnis, hat damals sehr wehgetan bei mir, aber seit ich die recht...

konsequent durchziehe, nicht mehr alles mitnehme, was irgendwie geht, geht es mir persönlich tatsächlich besser.

Professional.oversharing (45:34.686)
glaube auch, ist so ein Pacing für sich selber zu entwickeln, das dauert und da sind vielleicht auch manchmal Momente dabei, die erstmal ein bisschen schwer zu verdauen sind und manchmal klappt es vielleicht auch nicht und ich glaube aber nicht, dass es trotz lohnt es sich sehr da dran zu bleiben und in so eine Reflektion mit sich selber zu gehen und halt einfach auch zu schauen, was von diesen ganzen Dingen, die wir jetzt zum Beispiel angerissen haben.

oder die es auch im Internet noch zu finden gibt, funktioniert für mich. Und was davon kann ich adaptieren und was ist vielleicht auch nicht für mich? Weil ich glaube, einfach so individuell wie auch unsere Symptome oft sind, sind dann natürlich auch die Strategien, die helfen dabei, damit umzugehen.

Johannes (46:21.902)
Genau.

Johannes (46:25.39)
Und vielleicht so zum Abschluss noch, ändert auch mal Methoden. Wenn ihr das Gefühl habt, eine Methode funktioniert nicht mehr für euch, weil irgendwann werden Methoden ja auch langweilig, nehmt halt eine andere Methode und kommt halt zu der alten Methode, die ihr zur Seite gelegt habt, ein halbes Jahr später wieder zurück. auch das ist halt einfach etwas, es ist halt nicht so, dass nur weil etwas in einem Moment für euch funktioniert, dass es halt ewig für euch funktioniert, das ist auch etwas, was immer wieder eine spannende Erfahrung ist.

Professional.oversharing (46:25.95)
Gut.

Professional.oversharing (46:53.886)
Ja, das stimmt.

Johannes (46:54.35)
Okay.

Dann genau.

Professional.oversharing (46:58.334)
Ich würde sagen, so viel für heute. Vielleicht habt ihr ja Lust, bisschen zu erzählen, ob euch das Thema Pacing schon bekannt vorkam oder ob ihr das vielleicht sogar nutzt und was eure Erfahrungen sind damit sind. Das würde mich auf jeden Fall noch mal sehr interessieren und vielleicht habt ihr auch noch Fragen, die wir gar nicht beantwortet haben. Dann können wir darauf irgendwann ja auch noch mal eingehen. Bis dahin wünschen wir euch erstmal eine schöne weitere Adventszeit.

Johannes (47:20.558)
Kino.

Professional.oversharing (47:25.758)
und möglichst wenig Stress damit.

Johannes (47:28.974)
Das wünsche ich euch auch, Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Tschüss.

Professional.oversharing (47:33.79)
Ciao!