Folge 14 - Interview mit Buchischnubbel
25.11.2024
Die neue Folge ist eine ganz besondere, denn alles ist irgendwie ein bisschen anders. Johannes ist auf Dienstreise und Hannah hat Besuch von Buchischnubbel. Buchi und Hannah schnacken über alles Mögliche, unter anderem Buchis neues Buch, ihre Kolumne, aber auch über intensive Gefühle und Beziehungen. Hört unbedingt rein, es lohnt sich ganz bestimmt!
Zur FolgeHier findet ihr Buchi:
Instagram: @buchischnubbel
Patreon & Kolumne: https://www.patreon.com/buchischnubbel/about?
Buchis Buch: https://www.rowohlt.de/buch/sarah-lorenz-mit-dir-da-moechte-ich-im-himmel-kaffee-trinken-9783498006990
Hannah (00:01.964)
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Oversharing, dem ADHS-Podcast heute mit Hanna und ohne Johannes, aber dafür mit Buchi Schnubbel. Viele kennen dich, ich spreche dich mal direkt an, als Buchi Schnubbel und eigentlich heißt du aber Sarah Lorenz. Und ich erzähle jetzt einfach mal so ein, zwei Sätze über dich und das, was ich mit dir verbinde und dann legen wir los.
Buri ist nämlich eine sehr faszinierende Persönlichkeit, wie ich finde. Und hat ganz schön viele verschiedene Professionen, würde ich mal sagen. Also du bist gelernte Bruchhändlerin und bist gerade noch dabei, deine Bachelorarbeit in sozialer Arbeit zu schreiben und zu finalisieren. Wir können das auf Instagram gut verfolgen. Und hast gerade deinen ersten Roman veröffentlicht. Ganz schön aufregend, ganz schön viele verschiedene Felder.
Also veröffentlicht noch nicht. Veröffentlicht wird angekündigt. Ein spannendes Kapitel gerade irgendwie. Für alle, die jetzt schon neugierig sind, wir werden nachher alles, was wir gerade sagen, auch verlinken. Also da könnt ihr das Buch auch dann schon vorbestellen und wir werden uns auch gleich ein bisschen darüber unterhalten. Ja, genau. Schön, dass du da bist. Danke für die Anzahlung. Ja, ich persönlich freue mich schon seit wir quasi das erste Mal darüber gesprochen haben auf diesen Tag.
Ich richtig im Fan-Moment hier gerade. Und ich mich ganz doll, dass wir heute dazu kommen, uns auszutauschen und dass uns auch viele Leute dabei zuhören können. Denn was ihr jetzt noch nicht wisst, dass wir hier schon ein bisschen gesessen haben und schon geschnackt haben und dass das auch schon immer wieder so Momente mit sich gebracht hat, wo ich dachte, ach, das wäre jetzt irgendwie cool, wenn wir es schon aufgenommen hätten. Und ich freue mich, dass ihr jetzt auch in den Genuss von unseren wundervollen Gesprächen kommt.
Gut. Wir haben ja eben schon ein bisschen gesagt, womit wollen wir starten. Und da war ja die Idee, ein bisschen über die Diagnostik zu reden. Die ist ja bei dir auch noch gar nicht so lange her. Vielleicht magst du mal bisschen davon berichten, wie bist du da eigentlich hingekommen? Also ich habe im Sommer 2023 mir Secondhand eine rosa Jeansjacke gekauft. War total glücklich, hab die auch auf Insta gezeigt. Hab gesagt, hey guck meine rosa Jeansjacke ist ja nicht toll. Ja toll.
Hannah (02:26.22)
Dann bin ich am nächsten Tag nach Düsseldorf gefahren. Dann hab ich diese Jeansjacke im Zug hängen lassen. Und das war das erste Mal. Dann dachte ich, was ist denn mit dir los eigentlich? Dann hab ich das erste Mal so gedacht, könnte ich eigentlich eine HS haben? Und dann hab ich das auch in meiner Story und mir folgen, jetzt verstehe ich auch warum, aber viele neue und überkennte Menschen hat gleich so eine U-Fragung gemacht. Mir war das schon lange klar, haben einige so angeguckt.
und dann ... Genau, so kam ich überhaupt auf die Idee mit ADHS. Aber dann ... hab ich wiederum gedacht, weil ich halt wirklich sehr strukturiert bin. Also, ich bin überall pünktlich. Ich nehme jede ... Termine war ich ... Meine Geburtstagspost kommt immer pünktlich an. Also wirklich, auf mich kann man sich hundertprozentig verlassen. Und ich dachte, das passt ja nicht. Ich bin auch superordentlich, ja? Und
zahle meine Rechnungen sofort. Also all diese Stereotypen. Diese Stereo, aber auch so, das war jetzt erst mal das, wenn man sich so oberflächend mit ADHS beschäftigt, was man so liest. Und dann dachte ich, das passt ja nicht zu mir. Und dann habe ich aber sehr viel über Autismus gelesen im Internet. Und dann habe ich gedacht, da sehe ich mich schon eher.
Dann hab ich geguckt, ob ich einen Termin für eine Diagnostik bekomme. Und hab natürlich keinen bekommen, hab das dann privat gemacht. Und ... die hat auch relativ schnell schon gesagt, und ADHS haben sie da auch mal drüber nachgedacht. ich so, nee. Ja, aber ich hab das jetzt eigentlich ausgeschlossen. Und dann kam eben im Zuge dieser Autismusdiagnostik, kam ich mit einer ADHS-Diagnose raus. Das ist echt spannend, ne?
Ich habe das ja auch bisschen verfolgt bei Instagram, was du so erzählt hast und was du da so beteilt hast. Und ich finde es immer wieder so spannend, wie viele verschiedene Wege es zu so einer Diagnose dann gibt und auch wie viele Hürden da eventuell auch irgendwie mit verbunden sind, wie viele andere, ja, andere Namen das eventuell auch haben könnte und was da irgendwie alles so passiert auf dem Weg zur Diagnose. Was würdest du denn sagen, was sind da so die...
Hannah (04:47.5)
Meilensteine, die es da irgendwie gab für dich auf dem Weg vom ersten Gedanken zu der tatsächlichen Diagnose. Also für mich war die Diagnose so das beste Geschenk. Also die habe ich halt dann dieses Jahr, irgendwann im Frühjahr war das dann gekriegt und die war ja jetzt auch nicht das günstigste. Und für mich war die so wirklich ein Geschenk, das ich mir gemacht habe. Ich finde das eine total schöne Perspektive und aber auch eine
zeitgleich auch sehr traurig, weil darüber haben wir schon oft geredet und das ist auch so was, ich ganz häufig in meinem Privatleben irgendwie habe. Das Thema, wie sehr Diagnosen und auch generell so therapeutische Hilfe mit Privilegien verbunden ist, vor allen Dingen auch hier in Deutschland. das ist einfach so schade und so gemein auch einfach, dass das einen monetären Unterschied macht, ob ich
dieses Geschenk sozusagen haben darf oder nicht. von daher finde ich das immer so, es ist so eine sehr zweiseitige Medaille. Das kommt mir da immer in den Kopf. Ja klar, total. hab ich natürlich auch drüber nachgedacht. Bei mir war es so, dass eben mein Vater gestorben ist und ich ein bisschen geerbt hab. Also jetzt nicht so viel, ich bin jetzt hier nicht mit gemeint. Aber so, ich mir das tatsächlich davon... Und dadurch hab ich mich nicht ganz so...
Was heißt schlecht gefühlt? Ich find sowieso nicht, dass man die Individuen dafür schämen sollte. Aber natürlich hab ich auch diese Gedanken gehabt, weil ich auch wusste, ich hab mich auf diverse Wartelisten gesetzt und wusste ja, wie lange ich sonst hätte warten müssen und wie lange andere Menschen warten müssen, die eben jetzt nicht gerade das Geld haben, das machen zu können. Ich finde auch, das ist überhaupt keine Individualverantwortung, dass dieses System so ist, wie es ist.
Und da denke ich auch immer, das möglich ist, also wenn man diese immunitären Privilegien, warum auch immer, hat und man braucht diese Diagnostik, dann sollte man das auch nutzen dürfen, ohne sich dafür schlecht fühlen zu müssen, weil das, wie wir schon gerade gesagt haben, nicht unsere Verantwortung ist, dass das überhaupt nötig ist, solche Wege zu gehen. Was würdest denn sagen, hat sich verändert seit du diesen Namen für das, was da irgendwie bei dir abgeht hast?
Hannah (07:11.404)
Also für mich extrem viel. Also ich gucke jetzt auf meine Vergangenheit anders und ich gucke auf mein Jetzt anders und meine Zukunft noch nicht. genau. Also ich bin schon netter zu mir, weil ich jetzt verstehe, dass irgendwas da, ich vergesse auch immer leider genau, was im Höhen passiert bei ADHS, vergesse ich, ha ha.
Aber ich weiß jetzt zumindest, dass die Sachen ... der ... Ich weiß nicht. Ich bin jetzt 40. Wie lange leide ich unter mir? Ich bin mit zehn das erste Mal in Therapie gegangen. Dann kann man sich ja vorstellen, was für eine Leidensgeschichte dahintersteht. Und ... zu verstehen, dass da in meinem biochemischen Haushalt was los ist, das ist schon ... mind-blowing. Ja, genau. Und ich merk auch so in meiner Beziehung ...
Also es ist ja auch nicht sehr einfach, oft mit den vielen Eigenheiten, so eine ADHS-Mathematik mit sich bringt. Dann ist es ja ganz klar, dass es auch oft für Partnerinnen nicht so einfach ist. Dass aber mein Mann und ich jetzt ... streits auch mal schneller ... oder bevor sie entstehen, so abwehren können. Weil ich halt mittlerweile verstehe, dass ich ihn manchmal anmotze. Weil eigentlich der Fernseher zu laut ist und draußen ist eine Sirene. Und gerade schreibt mir eine Freundin, kannst du ...
mir das Foto schicken, das du damals gemacht hast. Und diese Kombi. Und wenn dann mein Mann noch sagt, was wollen wir heute gucken, dann kann es passieren, dass ich manchmal sage, ja, weiß ich jetzt nicht, ich hab jetzt zu tun. Und dann schäme ich mich so, weil ich denke, dieser nette Mensch, der Angst in mir aushält, wird angewotzt, er mich was Normales fragt. Und mittlerweile ist es eben so, ich dann sage, Gott, es tut mir echt total leid, kannst du einfach kurz den Fernseher mal den Ton ausmachen.
Und das finde ich für uns beide total schön. Ich freue mich auch einfach für ihn, weil das ja auch schön ist, wenn man weiß, warum spinnt die Alte hier drauf. Ich finde das total verständlich, weil ich glaube, sind so Sachen. Ohne dass man weiß, was es sein könnte, kommt man ja nicht darauf, es dafür einen anderen Nagen geben könnte, als man ist halt manchmal genervt oder motzt ohne erkenntlichen Grund rum.
Hannah (09:36.332)
Ich glaube, kennen alle ADHS-Leiden irgendwie, dass diese superkrasse Reizüberflutung dazu führen kann, dass man manchmal irgendwie nicht so freundlich ist, wie man es gerne wäre. Und ich fand es auch extrem entlastend zu merken, dass es nicht nur daran geht, dass ich halt einfach irgendwie eine Cholerikerin bin oder so, sondern dass es halt einfach geradezu viel ist und es hilft, Fernseher zum Beispiel leiser zu machen oder ihn auch auszumachen oder was weiß ich mal.
mal kurz irgendwie, wie man bei Instagram oder bei TikTok so schön sagt, kurz Gras zu berühren, ist einfach mal ganz kurz einen Sinn zu nutzen und nicht alle gleichzeitig. Und was ich auch zum Beispiel merke, ist, dass ich, ich habe halt so viele Bedürftnisse, eben so was wie jetzt brauche ich Dunkelheit, jetzt muss es ruhig sein, jetzt muss ich das und das essen, weil wenn ich das jetzt nicht esse, dann weine ich.
Also so was, ne? Ich hab so viele solcher Sachen und ich hab mir so oft gedacht, eben grad in der Beziehung, er ist so viel unkomplizierter und das tat mir immer so leid und ich dachte mir immer, nimm dich doch. Das kam aber nie von ihm, sondern von mir, dass ich mir dachte, kannst du dich nicht einfach mal wie eine Erwachsene beenden? Dann hast du jetzt eben nicht die Pommes oder was weiß ich, ne? Und jetzt versteh ich das, einfach versteh ich mich besser und dann denk ich, ja gut, so bin ich jetzt eben und dann
Und er versteht es dann auch. Dann weiß er, dass das einfach wirklich ein Leid ist, da gerade in mir ist. Was erstmal unverhältnismäßig erscheint, was aber dennoch vorhanden ist. Ich finde, ist auch tatsächlich nochmal so eine ganz andere, Kapitel von hilfreich. Auch was zu haben, was man anderen Leuten erklären kann. Also was irgendwie auch irgendwo belegt ist, dass es das wirklich gibt und dass man sich das jetzt gerade nicht ausdenkt, dass man da ein Problem haben könnte oder dass...
XY irgendwie schwierig ist für mich, sondern dass das hier steht und es gibt dafür Beweise sozusagen. Und das hat irgendwie so eine andere Basis von Verhandlungsmöglichkeiten auch, finde ich. Also das klingt jetzt sehr trocken, aber ich finde, ich spreche ganz häufig so von Verhandlungen auch inzwischen menschlich, weil ich glaube, manchmal ist das ein gutes Bild. Also zwei Erwachsene kommen zusammen und handeln aus, wie sie miteinander sein können und wollen. Ich finde dafür sind diese Erklärungen so hilfreich.
Hannah (11:59.277)
Und es einfach auch gemeinsam zu überlegen, was geht überhaupt und wie geht es da. Ich habe ja, als ich dich gefragt habe, ob du quasi zu uns zu Besuch kommen möchtest hier in dem Podcast oder heute tatsächlich ja zu mir, hatte ich dich ja so bisschen gefragt, worüber wollen wir denn sprechen? Und ich glaube, deine Kolumne gab es da noch nicht, als wir geschrieben haben. Und vielleicht jetzt
gibt es sie ja schon ein bisschen. Vielleicht magst du mal so ein bisschen erzählen, was eigentlich dein Ursprungsgedanke war. Warum soll es diese Kolumne geben und worum geht es eigentlich? Also es begann damit, dass ich ein Jahr lang eine Taz Kolumne, eine PMS Kolumne in der Taz hatte, PMS Ultras und die ist dann ausgelaufen und dann hatte ich überlegt, will ich noch eine Kolumne schreiben? Also ich wusste PMS, also das waren halt 26 Kolumnen und irgendwann
hat man genug über PMS erzählt. ich zumindest, weil ich das nicht medizinisch gemacht hab, sondern eher so... Meist eher humorvoll. Es sollte schon immer auch ein Informationsgehalt haben, war jetzt nicht so, dass ich dachte, das kann ich jetzt noch ein Jahr durchziehen. Und dann hatte ich ja so kurz vorher...
die Diagnose, also ein paar Monate vorher die ADHS-Diagnose bekommen und habe mich wie vielen euridikagenten Menschen sehr viel mit ADHS-Dialog beschäftigt. Und hab gedacht ... hab auch sehr viel in meinen Stories auf Instagram immer darüber erzählt und so und ... gedacht, ja, darüber ... Also, da könnte ich jetzt schon so ... noch mal ... 26 Kolumnen oder so mit füllen. Und dann hab ich das vorgeschlagen.
Das wurde dann aber nicht genommen und dann habe ich einen Tag geweint und dann habe ich mir überlegt, ach so, kann das ja einfach auch selbst machen. Und dann habe ich mir so einen Patreon-Account gemacht und da gibt es jetzt, ich glaube seit, ja seit September oder Oktober. Ist jetzt unangenehm, dass ich es nicht weiß. seit September. dankbar. gibt es jetzt die Kolumne, bevor ich es vergesse, heißt die. Und die ist also, man kann die kostenlos lesen, man muss halt nur Mitglied werden.
Hannah (14:16.268)
freue mich natürlich auch sehr, wenn man sie nicht kostenlos liest und für 5 Euro Mitglied wird. Man kann auch für 10 Euro Mitglied werden, aber so viel Geld haben jetzt nicht so viele. Und klar, ich wollte eigentlich nur noch mal den Hinweis geben, dass wir das natürlich auch verlinken werden und dass Leute dir sehr, gerne da auch folgen können und sollten. Und dass sich...
auch immer lohnt, Blick in deine Storys zu werfen, weil das ist ja tatsächlich auch das, wie wir so auf dich gekommen sind. Also wir waren ja schon vorher über Instagram connected und trotzdem habe ich ja vorhin schon von meiner Fandom ein bisschen gesprochen und ich würde sagen, Hori Story-Ultra, wenn nicht auf jeden Fall. Und finde es halt auch immer so schön, so viel von dir auch Persönliches natürlich mit Grenzen, weil logisch niemand.
teilt alles und sollte alles teilen bei Instagram. Und trotzdem finde ich, ist irgendwie so was ganz Besonderes, was auch das ausmacht, was du so erzählst und warum ich vermuten würde, dass auch so viele Leute Lust haben, das zu lesen, was du so schreibst und deinen Erfahrungen irgendwie zu lauschen. wo ich auch dachte, das könnte total schön sein, wenn es mal in so einem längeren Gesprächsformat stattfindet, dafür zum Beispiel so ein Podcast, das
wir dir einfach bisschen zuhören können und durch deine Perspektive und deine Augen da mal bisschen drauf schauen. Also von daher, wenn ihr das hört, guckt doch da auch mal allein. Da braucht ihr aber bisschen Zeit, weil ich mache sehr vieles dort. Das stimmt aber, ist es auch sehr abwechslungsreich. Wir haben eben schon gesagt, man kann alle finden, man kann jeden Tag einen neuen Schlafplatz finden dort. ist immer sehr, es gibt eigentlich alles von,
Xiaomi Kaffee. Der Schaum hier ist sehr gut, der mir hier serviert wurde. Ein Glück, vielleicht schon ein bisschen Panik. Nee, der war wirklich im Ranking guter Land mir. Genau, von solchen Empfehlungen, ich würde mal sagen, vielleicht so bisschen...
Hannah (16:18.124)
Touristen, Touristinnen, Empfehlungen für Eckernförde gibt es, Kiosk, Geschichten und natürlich PMS und ARHS Infos. Also eigentlich ein richtig bunter Blumenspaus. Das finde ich auch generell das Spannende an den Stories, also an allen Stories, dass man nie weiß, was kommt jetzt als nächstes. Das ist immer wie so kleine Überraschung, wenn man weiterklickt.
Das stimmt. Ich finde vor allem mein dir, ehrlich gesagt. Das ist aber auch das, was es so schön macht. Und ich glaube auch, wie gesagt, was auch so dein Output sozusagen, dein kreativen Output auch unterscheidet von vielen anderen Sachen auf Instagram. ich glaube, dass zumindest das, was mich so angezogen hat, ist, dass mir das sehr, sehr authentisch vorkommt und in dem Maße gefiltert hat, dass wir eben nicht alles über dich wissen. Und das ist ja auch gut so. Aber...
irgendwie das Gefühl entsteht, man weiß genug, so eine sehr parasoziale Beziehung mit dir zu entwickeln und zu denken, ach ja, das muss ich Buchi zeigen. ach ja, Buchi geht's auch so, ein Glück bin ich nicht alleine damit. Das finde ich immer das Schönste, wenn Leute irgendwie mir schreiben, sie sich halt irgendwas in den Stories schreiben, was sie entlastet. Das finde ich eigentlich am schönsten. Naja, wenn Leute lachen, finde ich auch schön, aber das mit mir entlasten, ja.
Genau, das hatten wir ja vorhin auch schon so ein bisschen quasi das Thema, dass das ja auch ein Teil der Kolumne irgendwie oder der Gedanke hinter diesen Kolumnen auch sein könnte, quasi zu teilen, was andere vielleicht nicht teilen und zu zeigen, hey, du bist nicht alleine mit dem, was du hier gerade erlebst und auch mit den nicht so schönen Seiten von zum Beispiel ADHS. Wie ist es, wenn du es schreibst, also die Kolumnen, setzt dir leicht diese Worte irgendwie zu Papier oder naja?
zu digitalem Papier zu bringen oder gibt es da auch manchmal irgendwie Föden?
Hannah (18:20.716)
Es fällt mir schon einigermaßen leicht. ich bin trotzdem... Also auf der einen Seite fällt es mir leicht, aber auf der anderen Seite bin ich immer verunsichert. Also ich habe ein massives Impostor-Syndrom. Und die letzte Kolumne, da war es echt so, dass ich dachte, also dann bin ich morgen... Also ich schreibe sie und dann lade ich sie hoch, so dass die dann am nächsten Morgen sieben, weil irgendwie viele Leute, die mir fragen, auch früh aufstehen, die verstehen nicht, warum.
Das macht immer. Aber deshalb habe ich gedacht, das sieht man vielleicht gut, da kriegt man die Mail, dann kann man das zum Frühstück lesen oder so was. Und dann bin ich eben aufgewacht und dachte, das sollte ich vielleicht löschen. Und weil da ging es eben auch selbstverletzendes Verhalten. Also überhaupt nicht im Detail, also gar null. Aber es wurde eben erwähnt und darüber spreche ich nie.
Aber ich fand das irgendwie wichtig und für mich und wie ich dann gelesen habe, auch für andere entlastend, mal das irgendwie im Ansatz anzusprechen. Wie schaffst du es in diesen Momenten, diesen Zweifel zu überwinden und dieses Impostor-Syndrom, was glaube ich auch vielen Leuten sehr bekannt vorkommt, irgendwie zu überwinden?
Dann frag mal meine Freundin. Ja, Freundin hilft, mein Mann hilft und klar, aber am Ende muss ich es überwinden natürlich. Würdest du sagen, das hat sich seit der Diagnose verändert? dass es vielleicht leichter oder sogar schwerer geworden ist, solche Zweifel, Gedanken irgendwie hinter sich zu lassen?
Also, in Bezug auf jetzt zum Beispiel die letzte Kolumne und das Thema, ist es mir überhaupt nur durch die Diagnose, habe ich mich getraut, das zu schreiben. Vorher hätte ich gedacht, ja, also danach folgt mir niemand mehr, so, ja, was denken die? Und da hat mir die Diagnose das überhaupt erlaubt. Aber so generell meine seltene Zweifel, die sind irgendwie, nee. Das ist ja auch noch mal eine ganz andere, aber ich finde es immer so.
Hannah (20:41.42)
Manchmal auch so heilsam für mich selber, mir zu gucken, welche Kleinsamen haben sich vielleicht verändert, oder bin ich schon ein bisschen stärker geworden. Ich finde das Wort Besserer immer so fehlen am Platz, weil ich fand mich vorher jetzt auch nicht schlecht. Aber halt zu gucken, was kann ich vielleicht jetzt besser, oder wo kann ich besser für mich sorgen. Ich finde das dann schon spannend, wie geht man mit dem Brot zum Beispiel wie kann man es dann schaffen.
trotzdem Kolumnen hinzu veröffentlichen oder wie du jetzt sogar ein ganzes Buch zu schreiben. Das ist ja schon auch echt eine ganz schön abgefahrene Leistung. habe schon häufiger über dieses Impost nachgedacht, was man da machen kann und ich habe absolut keinerlei Ahnung außer weitermachen. Also das einzige, was man tun kann, weitermachen oder es dann halt lassen. Aber dann... Ja, also das möchte ich nicht und deshalb... habe überhaupt...
gar kein Rat, weil ich das Gefühl habe bei mir und auch bei Freundinnen oder so, dass egal, was man sagt, klar, dann ist es so eine kurze Entlastung, das ist fast wie bei so, weiß ich nicht, bei so Angstgedanken, wenn man hören will. Oder wie, wenn man gucken will, ob man den Herd ausgemacht hat. Dann geht man wieder hin, ja, jetzt hat man den Herd ausgemacht. Und noch mal, noch mal, macht man vielleicht noch ein Foto und dann ist man kurz beruhigt. Und wenn man das nächste Mal wieder die Wohnung verlässt oder auch zwei Stunden später, überlegt man wieder und so.
bei Impostor-Syndrom auch ist mein Gefühl. Deshalb hab ich echt nicht so die Ahnung. Und ich glaub auch nicht ... Weiß nicht, ob das ... Also, ich krieg wirklich ... Danke, wenn ihr das jetzt hört, für alle lieben Nachrichten. Ich krieg so viele liebe Nachrichten und positives Feedback und so. Und trotzdem ... ja, deshalb weiß ich nicht, was man tun kann, außer weitermachen. Ich glaube auch tatsächlich, für mein Gefühl ist es total situationsabhängig.
Also inwieweit zum Beispiel bei mir so ein Entwicklungsprozess stattgefunden hat, von wie viel Impostagefühl habe ich noch. Weil in so Sachen, wo ich das irgendwie rational beweisen kann, dass ich darin gut bin oder besser geworden bin, finde ich es viel leichter, abzulegen, als in so Sachen, die so super subjektiv zu bewährt sind, wo eigentlich jeder eine unterschiedliche Meinung haben könnte. Und da zu entscheiden, das darf ich irgendwie.
Hannah (23:06.284)
Das finde ich besonders schwierig. Ja, das stimmt. Und natürlich ist jetzt Schreiben oder Kunst an sich, also das ist ja keine Mathe-Aufgabe. Ich schreibe ja nicht eins und eins, das ist zwei. Und dann sage ich auch, das war ja grundlos, hier im Poster zu haben. Es ist ja wirklich zwei. Ich weiß ja, natürlich kann ich denken, ach, da ist mir aber ein schöner Satz genommen oder so. am Ende, selbst wenn ich das denke, denke ich dann eine Stunde später, na, da hast du aber mal Glück gehabt.
passiert ja immer. Das stimmt, das ist echt ein interessanter Gedanke, dass man so keine Beweise heranziehen kann. Man könnte ja jetzt sagen, dass zum Beispiel bei dir die ganzen positiven Bestätigungen ja schon irgendwie ein Beweis sein könnten und auch wenn ein Verlag sich findet, der deine Worte abdrückt.
drücken möchte, ist es vielleicht ja auch ein Beweis. In diesem Fall, aber trotzdem finde ich das auch echt, wie du schon gesagt hast, bei so kreativen Sachen noch mal deutlich schwieriger für sich selber und umso cooler aber finde ich, du das trotzdem irgendwie jeden Tag machst und uns teilhaben lässt an deinen ganzen Gedanken und auch zum Beispiel diese Kolumne trotzdem veröffentlich hast. Du hast ja jetzt immer schon so bisschen gesagt, da kommt irgendwie viel positives Feedback. Vielleicht
Magst du mal so bisschen erzählen darüber, es so Sachen gibt, die immer wieder auftauchen oder Sachen, die dich besonders überrascht haben oder beeindruckt haben?
Hannah (24:45.292)
In Bezug auf ADHS? Entschuldigung, Frosch und Halsmann. In Bezug auf ADHS oder allgemein? Von mir aus kann es so das durch allgemein haben, weil ich glaube, manchmal ist es ja vielleicht auch gar nicht so so trenngenau und vielleicht auch schwierig zu unterscheiden, geht es jetzt tatsächlich dich und das, du so generell, also ich würde schon sagen, teilweise ja auf Aufklärungsarbeit leistest oder ist das jetzt so ganz fokussiert auf ADHS? vielleicht.
Manchmal bekomme ich Nachrichten, wo Leute mir schreiben, dass sie einen durven Tag hatten und meine Story geguckt haben und es ihnen ein bisschen besser ging. Das finde ich einfach ... Das kennt ja jeder. Ich zum Beispiel gucke gerne mal so ZDF-Media-TV-Filme und so. Da gibt sogar so eine Feel-Good-Hubrik oder so. Das finde ich schon großes Kompliment, dass Menschen mir das angucken und sich dann
Und genau, dass es ihnen besser geht. Und was sich wiederholt ist, glaube ich, dass viele sagen, dass sie es schätzen, dass es halt so unterschiedlich ist. Und dass auch die ernsten Themen, also ich rede auch viel über Tod oder über den Krebs meines Mannes und so. ich lasse das halt nicht aus.
Weil, genau. Ich glaube auch tatsächlich, dass ist irgendwie was Besonderes auch. Dass das halt auch da sein darf und dass man ja auch bei dir verfolgen kann, dass es dich auch nicht kalt lässt. Also dass man schon auch sehen kann, wir hatten es ja auch vorhin schon ganz kurz, als das Mikrofon noch nicht mitgelaufen ist, wie Intensivgefühle auch sein können, gerade mit ADHS. Und dass das halt manchmal auch so eine besondere Herausforderung ist, nicht einfach nur traurig zu sein, sondern einfach super traurig zu sein.
nicht einfach nur genervt zu sein, sondern halt einfach super genervt und überreizt von allem Möglichen. Und ich glaube, das ist auch einfach was, was für viele Menschen super hilfreich ist, zu merken, so kann es halt auch sein. Und es ist nicht so, wie viele geschönte Instagram-Profile das vielleicht auch zeigen von, ja, ich bin ein bisschen genervt, aber wenn du diese Atemtechnik anwendest, dann geht es dir in zwei Sekunden wieder besser und die Welt sieht schon wieder ganz rosig aus.
Hannah (27:04.492)
glaube, dass es einfach mega hilfreich, weil es das auch nicht so häufig gibt. Und dieses große Führen mit ADHS, das ist für mich irgendwie eigentlich das Schlimmste daran, glaube ich. Und gleichzeitig das Schönste, Also wirklich, man kann sich ja wirklich an Kleinigkeiten dermaßen erfreuen. Kannste Menschen, die das so gar nicht...
die das so nicht kennen, an Kleinigkeiten freuend zu können, gar nicht mitteilen, was da passiert. Aber genauso kann eben eine Kleinigkeit für eine große Wut oder eine große Traurigkeit sorgen. ... diese Unverhältnismäßigkeit im negativen Sinne, die macht mir echt ... Also, die ist für mich eigentlich die größte Belastung an ADHS. Und dass ich weiß, dass ich jeden Tag diverse Emotionsstadien durchlaufe.
unterschiedlicher Intensität und ... andere das dann auch mal abbekommen. Klar, wenn man verheiratet ist und zusammenlebt, ob man in einer WG lebt oder in einer Beziehung oder wo auch immer, natürlich kriegen andere das ab. irgendwie ... Ja, das ist das, was mich sehr belastet. Das kann ich total gut nachvollziehen. Weil es mir teilweise auch so geht. Ich hab das Gefühl, seit ich mich wieder mehr mit der Diagnose auch quasi ...
beschäftigt habe und angefreundet habe. Ich habe das in vorherigen Folgen schon ein paar Mal gesagt, dass es eine sehr lange Zeit in meinem Leben gab, wo ich das gar nicht für mich so richtig habe gelten lassen. Ich habe meine Diagnose ja schon sehr, sehr früh bekommen und hatte das Gefühl, auch jetzt noch mal im Gespräch mit meiner Mutter über diese Zeit, dass es eine sehr lange Zeit in meinem Leben gab, wo ich das nicht für mich nutzen konnte und auch nicht wollte, weil es so sehr stigmatisiert war und ich in dieser Schublade keinen Preis sein wollte.
Also das war wirklich eigentlich fast meine ganze Schulzeit über so. Und ich habe die Diagnose ja nochmal bestätigen lassen Ende 2022 und seitdem bin ich quasi wieder mehr damit beschäftigt mich fachlich aber auch persönlich damit auseinanderzusetzen und seitdem nehme ich auch wieder Medikamente und ich habe schon auch das Gefühl, dass mit einer jetzt mittlerweile sehr guten Einstellung von Medikinet, das ein bisschen weniger dramatisch ist häufig.
Hannah (29:26.572)
an den Tagen, ich Medikamente nehme. Und merke aber auch, zum Beispiel am Wochenende nehme ich keine Medikamente, weil ich sie da einfach nicht so dringend benötige. Und dass ich da auch deutlich reizsensibler zum Beispiel bin und auch viel schneller in so sehr gereizten Gefühlen bin. Und das ist auf der einen Seite irgendwie anstrengend und auf der anderen Seite war es aber für mich auch so eine Bestätigung von die Medikamente.
Die brauche ich ja tatsächlich. Das hat schon einen Grund, warum ich die bekommen habe. Und die machen auch was. Sie helfen mir tatsächlich, das im Alltag ein bisschen weniger intensiv fühlen zu müssen, wenn zum Beispiel jemand neben mir ganz laut schmatz oder irgendwelche anderen Geräusche permanent macht. wenn ich keine Medikamente genommen habe, wirklich sehr, sehr schwer was halten können.
Ich ja noch in der Einstellung, also ich kriege jetzt seit zwei Monaten Medikamente. Nehmen Sie gerade, sie jetzt jeden Tag nehmen, damit man eben in Haus probiert.
Ich bin noch unsicher. Also die Fahrt hier hin zum Beispiel mit dem Bus, der Bus war sehr voll. Und ich hatte meine Mütze auf, die Maske auf, meinen Schal und Kopfhörer. Das heißt, also das sind so viele Sachen, da meinen Kopf rum sind. Die Kopfhörer brauch ich, aber sonst es zu laut. gut, ansonsten ist jetzt gerade Winter. Und dann war der Bus noch so voll. Und das sind eigentlich Sachen, dazu führen können, dass ich sehr, sehr, sehr
und dann auch schon mal wirklich auch Leute anmotze, wenn die mir irgendwie, ja, weiß ich auch nicht, wenn mich dann aus Versehen jemand anrempelt, besonders wenn es ein Mann ist, dann kann es schon passieren, ich dann so, kannst du nicht mal aufpassen oder so und genau, und heute ging jetzt mit Medikinet, muss ich sagen, ich fand die Busfahrt anstrengend, aber ich habe schon gemerkt, dass ich nicht das Bedürfnis habe, sofort aus diesem Bus jetzt rauszustürmen jeden Preis.
Hannah (31:29.004)
So das ist der Unterschied. Ich fand es immer noch anstrengend und vielleicht immer noch anstrengender, jetzt Menschen ohne ADHS es gefunden hätten. Ich glaube auch tatsächlich, es so was, was auch so eine, in Anführungszeichen, traurige Realisation ist, dass die Medikamente halt auch nicht alles wegkommt, egal wie gut man eingestellt ist. Und das trotzdem, glaube ich, einfach viel doch nochmal anders ist als für neurotypische Menschen zum Beispiel.
Und dass zwar einiges leichter oder anders funktioniert dann, aber man trotzdem, glaube ich, schon noch gut mit seinen Strategien irgendwie in Kontakt sein muss. ich merke das zum Beispiel auch, was du gerade gesagt hast, dieses viel den Kopf. Ich habe so einen Rollkragenproler, bei dem vergesse ich immer, dass wenn ich den anhabe, sich nach zwei Stunden das anfühlt, als würde jemand mich erwurgen. Und nie wie unangenehm. Ja. Und dann habe ich den an, weil ich den total schön finde. Und wenn ich den anziehe, ist das Gefühl auch noch nicht. Und wenn ich dann so
ein, zwei Stunden schon zum Beispiel hier in der Praxis bin, dann ist das so schlimm, dass ich am liebsten den ausziehen würde, aber ich hab natürlich dann keinen Ersatz, also muss ich den anziehen. Und da merke ich richtig, boah, das ist so schwer zu ertragen. Nichts hat sich an diesem Floor verändert. Der ist nicht enger geworden oder so, die Zeit, die dann vorangeschrieben ist, das merke ich. Und an den Tagen habe ich ja auch Medikinet genommen. Und trotzdem ist dieser permanente Reiz dann einfach irgendwann wirklich
Also erzeugt echt Leidensdruck. das finde ich schon... Also ich glaube, das können sich manche Leute auch gar nicht vorstellen, wie ein so ein Prolofer, der eigentlich sehr gemütlich ist, so nerven kann und auch so stören kann und irgendwie einhängen, würde ich es mal nennen. Ja, das ist eben dieses, dass es oft so Kleinigkeiten sind. Also bei mir reicht dann manchmal wirklich so eine Aneinanderreihung von so Kleinigkeiten. Und da meine ich.
Einfach, weil ich letztens dann hatte, war irgendwas und dann hatte ich noch kalte Füße und dann war es vorbei. Ich hatte zwei Versorgung und dachte, nee, wie soll ich jetzt noch kalte Füße und jetzt regnet es auch noch und ja und dann bin ich aber natürlich auch total genervt von, wenn ich mir wieder denke, so jetzt bist du 40, ja dann hast du eben kalte Füße, die werden nachher wieder warm und egal, also ich...
Hannah (33:50.316)
hab oft so eine zweite Stimme mitgelaufen. Wie so die erwachsene Stimme, die dann sagt, nachher kommen wir nach Hause, dann hast du eine Wärmflasche. Aber das hilft trotzdem oft nicht. Da muss ich trotzdem meinem Motto erst mal weinen. Aber immerhin verstehe ich jetzt,
Ich finde das auch hilfreich, weil dann kann man es manchmal auch einfach besser zulassen und halt wirklich erstmal weinen und sagen, okay, ist jetzt gerade ein Ventil und gleich geht es weiter. Also das finde ich schon auch hilfreich, das einsortieren zu können, dass man einfach weiß, wo kommt es her und nicht denkt, was passiert hier schon wieder. Also das finde ich irgendwie ist so hilfreich, nicht ständig daran zu zweifeln, was man hier gerade macht, sondern zu wissen, ja, da kommt es her.
Ja, wir haben ja gerade schon so bisschen oder ich habe gerade schon so ein bisschen über Stigmatisierung quasi geredet und mich würde interessieren, ob es da was gibt, womit du vielleicht auch jetzt gerade so relativ öffentlich wirksame Persönlichkeit manchmal oder öfter in Kontakt kommst, was Vorurteile oder Stigma mit ADHS anbelangt.
Also ich persönlich habe, also jetzt online bisher nur positives Feedback bekommen und ich arbeite zu Hause. Das heißt, ich studiere soziale Arbeit und die Betreuerinnen sind da irgendwie, also die Betreuerinnen, die Dozierenden. Nee, da werde ich auch nicht mit so was konfrontiert. Also nee, bisher da, müsste ich jetzt echt lange überlegen und da würde ich jetzt nicht hier.
Ich finde das aber eigentlich total schön, dass dir nichts einfällt. Weil ich finde, zeigt auch nochmal so bisschen das oder das bestätigt so ein bisschen so eine Wahrnehmung, ich in den letzten Monaten, Jahren, würde ich fast schon sagen, ich weiß gar nicht, habe ich mal eine Überzeugung gesagt, ich glaube schon, die bestätigt meine Überzeugung, meine Idee, meine Hypothese.
Hannah (36:07.468)
Mein Eindruck? Ja, das bestätigt meinen Eindruck davon, so diese, also auch auf Social Media diese Spaces von Neurodivergenden Menschen superangenehme Communities irgendwie sind, weil da halt Leute zusammenkommen, die häufig über einen relativ langen Zeitdruck, irgendwie einen Leidensdruck gehabt haben und plötzlich so das Gefühl haben, hier sind meine Leute, hier versteht endlich mal jemand, wie es mir geht und was ich so...
erlebe und zwar ohne, dass ich irgendwie großartig viel erklären muss und Hintergründe mitbringen muss oder irgendwelche super komplizierten Verknüpfungen ziehen muss, sondern ich sage, dass und das ist passiert und mein Pullover hat mich heute erwirkt und die Leute sagen, ja klar, natürlich ist das unangenehm und nicht, ja, es ist doch nur ein Pullover. Also ich glaube, dass das einfach total wertvoll ist, dass es diese Orte auch gerade online gibt, wo man merken kann, ich bin nicht alleine.
Und auch wenn ich vielleicht auf dem hinterletzten Dorf in Niederbayern wohne, kann ich merken, irgendwie gibt es Menschen, die einen ähnlichen Strive haben wie ich. Ja, total. Das finde ich super, super schön und so wertvoll. Auch wenn ja immer wieder so Kritik laut wird an dem TikTok-Trend, ADHS-Diagnose quasi. Ich glaube, es ist einfach, also ist die Gefahr, die davon ausgeht, so gering und es hat so viel mehr positiven
Einfluss auf Menschen, sich mit diesem Content ja auch verbinden. Weil das ist jetzt kein Schuh, man sich anzieht, wenn er nicht passt. das ist, ich, oft so ein... Also wenn wir wieder bei Vorurteilen sind, so niemand möchte super gerne ADHD haben. Also das ist ja wirklich jetzt kein super tolles Hobby, ADHD zu haben, sondern ja schon echt anstrengend.
Das ist so das Einzige, aber das passiert mir auch ganz selten.
Hannah (38:10.54)
Neurotypische Menschen auf irgendwas reagieren und dann eben sagen, na ja, das kenne ich ja auch. Da muss man halt... Ich habe jetzt kein Beispiel, aber sowas kommt ja natürlich... Oder generell einfach im Alltag auch mal. Dass eben gar nicht verstanden wird, dass es wirklich auch erhebliche Einschränkungen mit sich bringt.
es damit eben nicht getan ist, kurz durchzuatmen und nochmal zu überlegen. Ich glaube, das habe ich jetzt gerade so gedacht, mit welchen Vorteilen und mit welchem Stigma wir so konfrontiert werden, spiegelt sich, glaube ich, ganz gut wieder in dem, wir mit uns selber reden, vor allen Dingen vor Diagnose. Also ich weiß gar ob du das schon gesagt hast, während wir aufgenommen haben oder davor dieses, ja, jetzt stell dich doch nicht so an.
Also musst du doch irgendwie können, jetzt bist du schon so und so alt und jetzt müsstest du das doch aushalten können. Und ich glaube, das sind so Vorurteile oder so Gedanken, die entstehen, weil wir auch im Laufe unseres Lebens immer wieder mit solchen Aussagen konfrontiert werden, die mit einem Namen für diese Herausforderung dann plötzlich anders eingeordnet werden können. Aber da sind ja dann auch schon ganz, ganz viele Jahre vorher gewesen, in denen wir auch nicht verstanden haben, warum es uns schwerfällt.
Und in dem dann solche Überzeugungen halt auch Zeit hatten, sich ordentlich einzurichten und irgendwie stärker zu werden. Ja, das stimmt.
Also das glaube ich ist vielleicht ein interessanter Marker für was man schon so gehört hat. verlege gerade was es bei mir ist. Also bei mir ist es schon dieses, ach ja genau, höre einfach immer, jetzt fällt mir was ein, sie ist so gut schlau, das ist ein gut Wort, dass ich so empfindlich bin.
Hannah (40:05.292)
Ja, also, ich hab jetzt nicht hier den Duden auf, was empfindlich genau bedeutet, aber ich würde schon sagen, dass das so ist. Nur weiß ich jetzt eben warum. Und dass es ... absolut null hilft, wenn dann jemand sagt ... wenn mir jemand sagt, du bist ja auch wieder empfindlich oder so. Und das hab ich schon. Und da bin ich immer noch einfach super genervt von mir.
Ich finde das so spannend. Ich bin jemand, sehr viel mit Sprache arbeitet, auch mit meiner therapeutischen Arbeit, weil ich mich immer gerne damit beschäftige, auch Kontakt mit meinen Klientinnen. Wie sind die Wörter gefüllt? Und was bedeuten die eventuell eigentlich in ihrer Ursprungsbedeutung? Ich finde gerade empfindlich ist es auch so ein spannendes Beispiel dafür. Eigentlich ist es ja überhaupt nichts Negatives, empfindlich zu sein. Wenn ich versuchen würde, neutral drauf zu gucken, ich denken, ist doch eigentlich total was.
Positives, empfindlich zu sein, empfindsam zu sein für das, was ich fühle und da einen Zugang zu haben. Ich glaube, aber ist da nicht ein Unterschied zwischen empfindsam und Auf jeden Fall. Das ist auf jeden Fall ein Unterschied. Das für mich hat sich nur gerade so diese Verbindung ergeben. finde, empfindlich zu sein muss nicht unbedingt was Negatives sein, sondern die negative Konnotation kommt, glaube ich, häufig dann in diesen
zu empfindlich oder dass andere sich daran stören, dass ich empfindlich bin. Erst mal ist es nur eine Bemerkung davon, dass mich etwas stört oder dass mich etwas verletzt hat. Und dann der Umgang ist dann glaube ich das, nachher zu was macht, was man als etwas Negatives bewertet.
Hannah (41:51.852)
weil so empfindlich es kann ja auch.
Wenn man sehr auf sich achtet oder so und alles sehr fühlt, das kann auch helfen. Man kann zum Beispiel auf bestimmte körperliche Missempfindungen oder so, die man mal abchecken lassen sollte, früher aufmerksam werden als andere oder so. Das wäre auch was, was einen Vorteil sein kann, wenn man sich nicht reinsteigert. So meine ich es nicht, aber... Ja, genau. Also ich glaube, es ist schon was, was grundsätzlich vielleicht eher anstrengend ist, als wenn man es nicht ist. Aber...
Mir hilft es immer so, nochmal über Wörter oder über Selbstbeschreibungen nachzudenken, auch ein bisschen aus diesen, also dass du auf mich gewöhnst und nicht auf das, was du gesagt hast, aus dieser Selbstabwertung rauskommen zu können und zu gucken, ist es eigentlich wirklich was Schlechtes so von Grundding her oder ist das, was ich damit verbinde, das Negative oder was in dem Kontext passiert, wenn mein Verhalten x, y nicht zeigt?
Ich finde, gerade bei Empfindlichkeit könnte es ja sein, dass es gar nicht so negativ ist. Aber wir haben vielleicht auch schon viele Erfahrungen gemacht, die nachher in sowas nicht so schön geführt haben und das dann die Brille ist, wie wir auch dieses Gefühl drauf schauen.
Hannah (43:13.516)
Nur ein Ball hat so einen Gedanken, den ich irgendwie hatte.
Ich denke gerade noch über anstrengend. Anstrengend ist natürlich auch was. Anstrengend nenne ich mich immer selbst. Und ich frage mich, ob das so schlimm ist eigentlich. Ich finde es gar nicht so schlimm tatsächlich. Ich finde mich selbst anstrengend, das nervt mich dann. Es tut mir leid, dass ich für andere anstrengend bin. Aber mich so zu nennen, das ist nicht mal unbedingt eine Abwertung. Das ist mich tatsächlich einfach erst mal eine Feststellung.
Ja, weil ich habe auch schon häufiger gehört, dass dieses Wort anstrengend im Zusammenhang mit Menschen nicht so gern gehört wird. Und ich finde jetzt erstmal wirklich, dass es einfach mal eine Feststellung ist. Also ich bin diesem Wort auch sehr offen über eingestellt, weil ich finde eigentlich ist es viel schlimmer, wenn man unkompliziert ist. in meiner Arbeit merke ich immer wieder Leute, die das Gefühl haben, unkompliziert sein zu müssen.
denen geht es oft nicht so gut mit dieser Zuschreibung, weil das auch häufig irgendwie impliziert, dass man nicht so viel Raum für die eigenen Bedürfnisse hat. Und Leute, die als anstrengend wahrgenommen werden, die haben oft irgendwie mehr die Idee davon, was ihnen gut tut oder vielleicht nicht die Idee, sondern eher sagen das häufiger. Und deswegen wird es für andere dann auch manchmal ein bisschen anstrengender, weil es halt dann vielleicht auch mal was ist, was jemandem
ein bisschen Anstrengung abfordert oder bisschen Bemühung abfordert. Also von daher, bin überhaupt keine Gegnerin von dem, er anstrengend als Beschreibung und ich glaube auch, wie ich es eben schon gesagt habe, viel hängt ja damit zusammen, wie wir Wörter füllen und was für eine Bewertung wir davon haben und für eine Idee davon, was wir damit meinen.
Hannah (45:12.076)
Ich glaube, anderen kommt es oft anders an, wenn man sich so anstrengt. Ich hab das schon häufig erlebt, dass Leute mir das sagen wollen, ja, aber irgendwie, das runterzuspielen. ich... Ja. Nee. Ich finde es spannend zu überlegen, was wohl deren Geschichte ist mit den Wörtern. Ja, ist natürlich schon so, dass da immer eine dahinter steht. Ich finde es so spannend, wenn Leute einem quasi die eigene Selbstbeschreibung noch mal erklären wollen, dass es gar nicht so ist, weil...
da so was Negatives mit Schwingen gewinnt war. Oder auch bei... Ich glaube, ich habe früher mal viel, viel mehr gewogen, als ich jetzt wege. Und wenn ich dann irgendwie gesagt habe, dass ich Übergewicht habe, haben Leute dann gesagt, nein, du bist doch aber trotzdem total hübsch. Und dann habe ich irgendwann gesagt, da geht es doch gar nicht. Du hast jetzt gar nicht behauptet, dass es nicht geht. Du ja nur was, wahr gesagt. Genau. Und das ist aber, ich, ein ähnlicher Mechanismus, dass Leute dann irgendwie sich manchmal berufen fühlen einem...
ein vermeintlich gutes Gefühl vermitteln zu wollen, weil ihr Gedanke von dieser Selbstbeschreibung eher negativer ist. dann sagt man so, du bist doch gar nicht so anstrengend. So schlimm ist es nun wirklich nicht. Und deswegen finde ich das eigentlich mittlerweile, und ich glaube, das hat aber auch viel mit meiner Arbeit zu tun und dem, was ich quasi täglich mit anderen Leuten mache, finde ich das eigentlich immer eher spannend zu gucken.
hängt da so ein Kontext hinten dran.
Jetzt gucke ich ja nochmal auf unseren Plan, ich ja nicht möchte, dass wir hier irgendwie was Wichtiges vergessen. Und ich würde gerne nochmal vielleicht, wenn du magst, was zu deinem Buch gehört und wie das so war, das zu schreiben, weil man könnte ja jetzt die Idee haben, du bist ganz schön schwierig mit ADHS so einen langen Roman zu verfassen und vielleicht hast du Lust, bisschen was davon zu erzählen.
Hannah (47:10.124)
Ja, also das Buch, Schreiben, das war jetzt, es ist tatsächlich so, dass ich selber immer überlege, wann ich das so richtig geschrieben habe, weil ich nebenbei studiere und dann noch so ein Praktikum mache. Das war ganz schrecklich für mich, monatelang. Obwohl, falls ihr es hört, die Praktikumstelle, die Märkten waren wirklich sehr, sehr nett dort, aber die Rolle der Praktikantin, der ich mir nicht anfreunde konnte.
Also, wenn ich schreibe, ich schreib meistens so, dass ich erst mal schreibe und gar nicht so viel drüber nachdenke. So, wie auch die Storys gemacht sind zum Beispiel. Das heißt, das Schreiben war, ich glaub, am Anfang ging's relativ einfach. Dann gab's kleine Krisen. Und das Lektorat war dann aber das Schlimme. Oder nicht das Schlimme, aber das Anstrengendste daran.
Und auch nicht wegen des Lektoranzprozesses. Ich liebe meinen Lektoren, weil ... da hab ich ja dann nicht mehr so viele Glückshormone bekommen. Da musste ich ja dann einfach arbeiten, ja. vorher war's ja so ... Wenn ich dann einen Kapitel fertig hatte, war ich glücklich. Wenn mir was gefallen hat, ich geschrieben hab, war ich glücklich. Wenn ich das mal irgendwie einer Freundin zeigen konnte oder so, die dann was Schönes gesagt hat, war ich glücklich. Aber der Lektoranzprozess, das ist ja so ein bisschen dann so wie vielleicht ...
wie die Buchhaltung des Manuskriptschreibens.
Da kam ich dann irgendwann mal an einen Moment, wo ich dachte, jetzt kann ich nicht mehr, ich verstehe auch gar nicht mehr, macht dieses Buch überhaupt noch Sinn und dieser Satz? Das war so, wie wenn man sich zum Beispiel das Wort Wasserfall zehnmal hintereinander aussagt, dann macht es ja keinen Sinn mehr. Und dieses Buch, ich habe es halt so oft gelesen.
Hannah (49:03.276)
Dann kam immer dieses Imposter dazu, dachte, das ist doch jetzt... Der eigentliche Hauptschreibprozess war, soweit ich mich erinnere, wahrscheinlich würden meine Freunde dann auch was anderes noch erinnern, aber ich glaube nicht.
Der ging. Und das ADHS hat mich dabei, glaube ich, eigentlich nicht gestört, weil wenn ich was mache, wenn ich mal dran bin, dann kann ich das halt relativ schnell. Wie lang hat man knete? Ich spiele hier mit so einer Knete rum beim Reden, damit ihr Bescheid wisst, was für ein Geräusch war. Das hört sich bestimmt einer richtig lustig an, dieses Knallen. Sorry. Ich finde das überhaupt nicht schlimm. finde, es gehört nicht.
Ich finde es auch eigentlich voll nett, dass wir jetzt so Geräusche haben von echtem Gespräch, weil wir Hannes und ich uns ja immer nur übers Internet unterhalten. das ist jetzt ja gerade ein echtes Live-Gespräch sozusagen. Da gibt es dann auch andere Geräusche als sonst. Mich würde mal interessieren, wie lange hast du gebraucht? Wie lange hat dieses Buch dich begleitet, der Schreibprozess? Das hat schon lange gedauert. Also ich habe...
den Vertrag so im Frühjahr, Sommer 2023 bekommen. ist jetzt? Oder 22? Jetzt kriege ich überhaupt nicht mehr durch. Nee, 23. Genau. dann
Ja.
Hannah (50:36.332)
Wann hab ich dann abgegeben? Im April? 24, glaube ich, irgendwie. Also, ich glaube, ich hatte schon so ein Jahr Zeit. Genau. Hab aber eben auch nicht so ... Also, allein durch das Praktikum und so. Also, ich hatte halt das Studium, dann das Praktikum, die Kolumne und das Buch. Dadurch konnte ich natürlich nicht so dran sitzen, wie wenn ich Kein Praktikum gehabt hätte, alleine. Ich find's grad so interessant, weil du sagst das so wie
Ja, also, da hat man mit so, na ja klar, ich so lange dafür brauche, so hört sich das grad so bisschen an, und ich hab die ganze Zeit gedacht, krass, Jahr, das ist ja für so ein Roman irgendwie auch echt nicht viel und ähm...
Das finde ich so heftig, dass du das geschafft hast mit diesen ganzen anderen Baustellen noch nebenbei und du erzählst es so wie, ja, naja, also ich bin ja auch nicht zu so viel gekommen, weil ich ja noch die anderen Themen und ich finde das ist so spannend, wie unterschiedlich die Perspektiven darauf sind. Da hatten wir ja vorhin auch schon bisschen drüber gesprochen. Also was sind Außenwirkungen und Eigenwahrnehmungen und wie viel kann man sich da eigentlich so die Lorbeeren selber zugestehen, weil ich finde das schon...
Also wenn ich das von außen als nicht-romanen Autorin sozusagen betrachte, finde ich, ist es ja total abgefahren, dass du neben Praktikum und Studium und so weiter und Columne und Instagram-Stories jeden Tag, und da gibt es irgendwie mehr, dass du das auch noch in so einem kurzen Zeitraum geschafft hast.
Ja, das stimmt schon irgendwie. Ich vergleich mich auch oft oder nicht vergleichend nicht, aber ich denke dann oft auch, andere Leute, die, was die alles so arbeiten müssen mit 40 Stunden oder dann Kinder haben, also meine, andere Leute schreiben so einen Roman. So ein Jahr ist schon, glaube ich, viele, die jetzt zum Beispiel vom Schreiben leben, müssen ja dann eigentlich jedes Jahr einliefern und dann noch, also ich habe ja keine Kehrarbeit dazu.
Hannah (52:37.26)
finde immer Leute mit ADHS haben ziemlich viel Kehrarbeit für sich selber zu tun. stimmt. Das ist natürlich nicht das gleiche als hätte man Kinder, aber trotzdem könnte man ja die Idee haben, dass es trotzdem bisschen anstrengender ist als für manche andere. Okay, ja, also ich habe wahrscheinlich häufiger Krisen. Also ich brauche häufiger Tage, wo ich mich zurückziehe, weil mein Kopf einfach nicht so funktioniert wie...
in deinem Schreibprozess oder auch wenn du jetzt die Kolumne schreibst, wie gehst du denn dann damit Wie schaffst du es da irgendwie mit dir selber gut umzugehen, dass diese Pausen halt auch sein dürfen und ja, dann, also wie gehst du damit dass trotzdem ja vielleicht Sachen geschrieben werden müssen oder irgendwie fertiggestellt werden müssen? Was machst du da? Mich stressen.
Also ich hab da ja wirklich... Ja, ich hab da wirklich noch nicht... Also es stresst mich einfach dann ungemein. Also ich schreib ja grad meine Bachelorarbeit, das ist Schlimmste von allem. Und also das stresst mich einfach, weil ich's ja permanent im Hinterkopf hab, auch wenn ich nicht dran sitze. Und das ist ja mit allem so, was man abgeben muss. Man macht ja nicht ne Bürotür zu, sondern ist halt immer da. Und ich hab da jetzt nicht so ne Strategie, wie ich sag.
nicht so eine Locke, die mir da ins Gesicht blieb. hab nicht so eine Strategie, die mir da hilft, mich dann zu entspannen. Bei der Kolumne ein bisschen. dadurch, da weiß ich jetzt, dass ich das gut schaffe eigentlich. Meist denke ich dann schon einen Tag davor, nee, ich werd's nicht schaffen und so. Aber eigentlich weiß ich, dass das Vertrauen hab ich mittlerweile schon. Das ist auch schon mal was. Das ist total was. Und das ist ja vielleicht auch noch mal spannend, diese Aussage.
kurz im Kopf zu haben mit dem Gespräch über das Impostor-Symbol von vorhin, vielleicht gibt es ja dann doch eine Entwicklungsscham. Ja, da hast du recht, die gibt es. Das war mir so nicht bewusst, aber doch, bei der Kolumne denke ich jetzt, weiß noch, bei der ersten PMS-Kolumne, da dachte ich, nee, die muss ich eine Woche vorher anfangen und nicht mal dann und Gott, und wie soll ich das schaffen und niemals und die werden alle noch merken und jetzt denke ich, also bei der Kolumne dann schon, doch, das kann ich schaffen.
Hannah (54:58.348)
dahinsetze. Ich habe gerade gedacht, dass es ja eigentlich vielleicht auch was ganz Hilfreiches, heilsames, obwohl ich dieses Wort immer so bisschen schwierig finde, also irgendwie ein angenehmer Gedanke, dass da sich schon sowas verändert hat, also dass da quasi schon so bisschen mehr Entspannung auch eingesetzt hat und dass man vielleicht ja so ein bisschen die Idee haben könnte, dass
sich solche Dinge ja auch entwickeln können. Also dass vielleicht jetzt noch keine Strategie da ist und wäsche Arbeit schreibt man jetzt zum Glück auch in den meisten Fällen nur einmal. Das aber bei anderen Sachen Routine ja auch einfach eine Veränderung mit sich bringen könnte, dass dadurch schon Sachen einfacher werden oder man quasi einfach durch das immer mal wieder erleben auch Strategien entwickelt, die hilfreich sein könnten. Ja und wenn die Strategie sich immer wieder daran zu erinnern, dass es letztes Mal auch geklappt hat.
Ich glaube, ist eine super wichtige Strategie, ehrlich gesagt. ich glaube auch, dass vielleicht man sich das jedes Mal, wenn man sich das hört, bisschen mehr glaubt. Ja, siehst da habe ich ja jetzt noch was über mich erfahren. Vor allem, wenn du mich wirklich noch nicht so bewusst, bevor du mich gefragt hast, dass ich da schon sicherer war.
Das ist doch voll schön. fand das sehr, sehr schön. Wir haben jetzt gar nicht mehr so viel Zeit. Ich glaube aber, wir haben auch tatsächlich viel von dem, was wir uns vorgenommen haben, tatsächlich auch vielleicht nicht in der hier vorgearbeiteten Reihenfolge aber trotzdem irgendwie behandelt. Und trotzdem vielleicht gibt es ja noch das Gefühl, dass es irgendwie auf der Strecke geblieben ist. Und das würde ich aber gerne nochmal sagen. Wenn ich dann...
haben wir alles irgendwie gut gehabt und wenn doch, würde ich dir aber gerne noch die Möglichkeit geben, das noch zu sagen. Nee, ich hab' vorhin irgendwann wollte ich einmal was sagen machen, das hab' ich jetzt natürlich vergessen. Dann würde ich sagen, kommen wir langsam zum Ende. Ich fand das super, super schön und ich hab' auch dann schon in mir selber schon gedacht,
Hannah (57:13.068)
als ich uns beim Reden zugehört habe, habe gedacht, das ist eine ganz andere Folge als sonst und ich finde es richtig schön, weil es viel mehr, ja, also weil es ein richtig echtes Gespräch ist, glaube ich. Und wir uns ja auch erlaubt haben, immer mal wieder so kleine Abzeigungen zu nehmen und das finde ich total schön und es hat mir richtig viel Spaß gemacht. Mir auch. Die Zeit war ging jetzt auch voll, ich hätte noch weiter reden können. Ich auch.
Vielleicht kommst du irgendwann nochmal wieder gerne und dann ist vielleicht der Johannes noch da und vielleicht machen wir irgendwann mal so eine Rückschau, wenn du schon ein Merkwürdigungen geschrieben hast oder so. Das ist ja auch eine schöne Idee. Also du bist gerne herzlich wieder eingeladen und vielleicht jetzt aber nochmal zum Ende ganz wichtig, wo können denn alle Menschen, die uns jetzt zuhören, dich so finden? Was sind deine Kanäle, wo du irgendwie auffindbar bist und vielleicht sagst du auch nochmal, niemand dich unterstützen kann.
Also ich bin auf Instagram unter bochieschnubbel oder man kann auch meinen Namen Sarah Loranz eingeben. Ich habe einen Ko-fi-Account, den findet man auch mit bochieschnubbel. kann man mir zum Beispiel Kaffee, mittlerweile leider koffeinfrei wegen Medikinet ausgeben. Und dann gibt es eben den Patreon-Account und das wird euch dann verlinkt. Und wie gesagt, denkt dran, ihr könnt da auch kostenlos Mitglied werden. Und das Allerwichtigste bei der Werbeveranstaltung ist, ihr könnt mein Buch schon vorbestellen.
Und das heißt, mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken. Es ist mir gerade auch aufgefallen, dass wir kein einziges Mal den Thema Lernkurs gesagt haben. Das wäre jetzt auch tatsächlich noch ein Schwerpunkt, ich muss unbedingt dich noch fragen, wie heißt dein Buch? Also ich weiß es natürlich, aber dass alle anderen es auch noch mal hören. Genau, das kann man jetzt vorbestellen. Und wie ich gesehen habe, bei Instagram haben das ja auch schon richtig viele Leute, die da waren. Ja, das macht mich so glücklich, kann es keiner sagen.
bestellen mich so glücklich. Vorbestellungen, wusste ich auch nicht, obwohl ich Buchherrnlerin bin, sind halt echt richtig wichtig für die Autorinnen, weil das die Chancen irgendwie erhöht, dass man auf die Bestsellerliste kommt. man auf die Bestsellerliste kommt, dann kann man so einen Aufkleber kriegen, wenn man den Aufkleber hat. Also, na ja, so. genau. Das war mir auch nicht so bewusst, aber umso besser, dass wir es jetzt wissen. Und wenn du möchtest, kannst du natürlich auch noch mal ein, zwei Sätze dazu sagen, worum es geht.
Hannah (59:35.948)
Genau, das Buch ist, Elisa, möchte, Elisa ist die Hauptfieke und die möchte im Himmel gerne mit Masha Kalecko, das ist ihre Lieblingsdichterin, Kaffee trinken. Sie besucht die Dichterin in Zürich an ihrem Grab und auf der Rückfahrt wird sie so einen inneren Monolog mit ihr und erzählt ihr da aus ihrem Leben das sehr, ich überlege immer, wie man da die richtigen Worte findet.
Ja, sehr traurig war zum Teil, aber auch sehr hoffnungssperrnd. Vielleicht kann man es so sagen. Das war auch das, was ich so...
Hab ich schon mal gesagt und werde es auch noch häufiger sagen, mich Leute fragen, aber das kann man ja nicht ändern. Man kann sich ja nicht jedes Mal neue Sätze ausdenken. Hab ich mir gedacht, oder? Ich sage ganz häufig die gleichen Sachen. Ich leite das übrigens auch fast immer so ein, wie das... Ich hab das schon gesagt, wer mich kennt, weiß. Weil es einfach Sachen gibt, die sind genauso richtig, wie man sie schon ganz oft gesagt hat und auch immer so wichtig. Deswegen sag ich es gerne noch mal so, wie das schon mal gesagt ist. Ich wünsche mir, dass man dieses Buch liest und dann denkt, mein Gott, du hast ein Leben und mein Gott...
kann aber irgendwie auch alles gut sein. so, das soll Hoffnung spenden. Das wünsche ich mir. Sehr schön. Und wer das noch bisschen genauer wissen will, der kann ja auch einfach noch mal den Klapentext lesen und bei der Vorbestellung dann einfach noch mal mit dem gründlicher gucken, was da so sonst so steht und wie hübsch das Buch aussieht auch. Das ist superschön. Das erscheint bei Robert und die haben, das Cover ist echt der Hammer. Ja, das ist superschön.
Und vielleicht auch nochmal der Hinweis, bestellt das doch ruhig bei kleinen Buchläden und nicht bei Amazon oder? Genau. Gut, dann würde ich sagen, verabschieden wir uns. Also wir verabschieden uns gleich, aber wir verabschieden uns jetzt von euch. Vielen Dank fürs Zuhören. Wir sehen uns, wir sehen uns gar nicht. Wir hören uns beim nächsten Mal wieder mit Johannes und da werden wir über das Thema.
Hannah (01:01:44.652)
Pacing sprechen. Das haben wir jetzt schon so lange auf unserer Agenda und auch schon vorbereitet. Und wenn uns die Technik beim nächsten Mal keinen Strich durch die Rechnung macht, dann kommt diese Folge jetzt tatsächlich schon nächste Woche raus. Also ich weiß gar nicht, welches Datum das ist. Das auch sehr professionell. Und dann in zwei Wochen die Folge zum Pacing. Ja, dann danke und danke fürs Zuhören. bis zum nächsten Mal, würde ich dann sagen. bis zum nächsten Mal. Wieder mit dem guten Schaum. Genau.